DB, ÖBB, SBB und SNCF starten ab 2021 gemeinsam neue Nachtzugverbindungen

(EVN Redaktionsdienst) – Foto: ÖBB / DB AG |

Der europäische Nachtzugverkehr soll weiter ausgebaut werden. Darauf haben sich die vier Bahnchefs Richard Lutz (DB), Andreas Matthä (ÖBB), Jean-Pierre Farandou (SNCF) und Vincent Ducrot (SBB) am Rande der Konferenz der europäischen Verkehrsminister verständigt.

Wie am Dienstag auf einer gemeinsamen Pressekonferenz verkündet wurde, wollen die vier Bahnunternehmen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Frankreich beginnend ab 2021 weitere Nachtzugverbindungen in Betrieb nehmen. Die ersten konkreten Ergebnisse dieser Ausweitung umfassen die folgenden neuen Nightjet-Linien:

    •  ab Dezember 2021
      • Zürich – Amsterdam
      • Wien – Paris
    • ab Dezember 2022
      • Zürich – Rom
    • ab Dezember 2023
      • Berlin – Paris
      • Berlin – Brüssel
    • ab Dezember 2024
      • Zürich – Barcelona

Der Ausbau des Nachtzugangebots und die Einführung eines Trans-Europ-Express TEE 2.0 auf der Schiene sei ein ganz konkretes Ergebnis des Schienengipfels und der deutschen EU-Ratspräsidentschaft, sagte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU).



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„Nur durch die intensive Zusammenarbeit der Bahnen in Deutschland, Frankreich, der Schweiz und Österreich können wir das Nightjet-Netz deutlich erweitern und somit noch mehr klimafreundliche Mobilität in Europa anbieten“, sagte ÖBB-Chef Andreas Matthä. Der Vorstandsvorsitzende der SNCF, Jean-Pierre Farandou, erklärte: „Für die SNCF ist diese Zusammenarbeit eine gute Chance, den nationalen Nachtzugservice mit einem internationalen Angebot zu ergänzen.“ SBB-Chef Vincent Ducrot ergänzt: „Im Nachtverkehr werden wir so das Angebot ab der Schweiz bis 2024 von sechs auf zehn Linien zu 25 Destinationen ausbauen.” Der Nachtzug sei ein Geschäft unter Partnern, sagte DB-Chef Richard Lutz und fügte hinzu: „Wenn jede Bahn ‚ein bisschen Nachtzug‘ machen würde, wäre niemandem geholfen. Die Lösung ist eine klare Arbeitsteilung, eingebettet in echtes Teamplay.“

Die Erklärung der vier Bahnunternehmen bildet den Auftakt zum Europäischen Jahr der Schiene. Am 1. Dezember hatten sich die Europaabgeordneten des Verkehrsausschusses darauf geeinigt, das Jahr 2021 der Stärkung des Schienenverkehrs zu widmen. Die Klimaziele der EU seien nur mit einem starken Schienennetz erreichbar, hieß es. Dazu gehöre auch ein starkes Nachtzugnetz.