Bayerische Polizei stellt 15.000 Maskenmuffel fest – Herrmann: „Brauchen dauerhaften Kontrolldruck“

(EVN Redaktionsdienst) – Foto: imago images / ZUMA Wire |

Beim ersten bundesweiten Aktionstag zur Einhaltung der Maskenpflicht am 7. Dezember hat die Bayerische Polizei zwischen 7:00 und 22:00 Uhr 2.014 zu ahndende Verstöße festgestellt. 

Insgesamt seien 1.351 Verstöße bei der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde angezeigt worden, teilte das Bayerische Innenministerium mit. Die Bußgeldandrohung liegt derzeit bei 250 Euro. 663 Mal sprach die Polizei vor Ort eine Verwarnung in Höhe von 55 Euro aus. Hierbei handelte es sich dem Ministerium zufolge um „geringfügige Verstöße“.

Laut Bayerns Innenminister Joachim Herrmann und Verkehrsministerin Kerstin Schreyer hält sich zwar die weit überwiegende Mehrheit vorbildlich an die Maskenpflicht. „Das reicht aber nicht aus: Jeder einzelne Maskenmuffel kann das hochgefährliche Coronavirus weiter­verbreiten“, warnte Herrmann. „Deshalb werden wir weiterhin konsequent kontrollieren müssen.“ Verkehrsministerin Schreyer ergänzte: „Die Maskenpflicht gilt bewusst nicht nur in den Verkehrsmitteln, sondern auch schon an den Haltestellen und in den Bahnhöfen. Der Öffentliche Personennahverkehr ist sicher, wenn sich alle an die Regeln halten. Es ist wichtig, dass die auch konsequent kontrolliert werden.“


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Herrmann zufolge waren am Montag rund 2.400 bayerische Polizistinnen und Polizisten bei den Maskenkontrollen im Einsatz. In 13 Fällen hatten die Kontrollbeamten den Verdacht, dass die vorgelegten Atteste zur Befreiung von der Maskenpflicht gefälscht sein könnten. Schwerpunkt­mäßig fanden die Kontrollen im öffentlichen Personenverkehr statt, bei dem die Maskenpflicht grundsätzlich gilt, sowie auf öffentlichen Plätzen, an denen eine Maskenpflicht angeordnet wurde. Darüber hinaus gab es auch durch die Bundespolizei sowie durch die Betreiber öffentlicher Verkehrsmittel wie der Deutschen Bahn konsequente Masken­kontrollen.

Wie Bayerns Innenminister erläuterte, hat er die Bayerische Polizei bereits Mitte Oktober beauftragt, generell landesweit verstärkte Polizeikontrollen durchzuführen: „Wir brauchen einen dauerhaften hohen Kontrolldruck, um Maskenmuffel zur Vernunft zu bringen“, so Herrmann. Seit Einführung der Maskenpflicht hat die Bayerische Polizei laut Ministeriumsangaben bereits rund 15.000 zu ahndende Maskenverstöße festgestellt.