EU-Kommission: Strategiepapier sieht deutlichen Ausbau des Hochgeschwindigkeitsverkehrs vor

(EVN Redaktionsdienst) – Foto: imago images / Schöning |

Die EU-Kommission will laut einem Strategiepapier im Kampf gegen den Klimawandel auf eine Neuausrichtung der Mobilität in Europa setzen. Konkret geht es dabei um eine Reihe von Zielvorstellungen für die Jahre 2030, 2035 und 2050.

Über das Konzept, das zum Green Deal für eine klimafreundlichere Wirtschaft gehört, will die EU-Kommission an diesem Mittwoch beraten. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung.

Laut den Plänen ist bis 2030 unter anderem eine Verdoppelung von Hochgeschwindigkeits­zügen auf europäischen Schienen vorgesehen. Bis 2050 soll sich der Frachtverkehr auf der Schiene zudem verdoppeln, der Hochgeschwindigkeitsverkehr gar verdreifachen, heißt es weiter.


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Außerdem sollen bis 2030 mindestens 30 Millionen emissionsfreie Autos auf den Straßen Europas unterwegs sein. 100 europäische Städte sollen bis zum gleichen Jahr klimaneutral werden – also bereits früher jenes Ziel erreichen, das sich die EU im Ganzen erst für 2050 vorgenommen hat: nicht mehr Emissionen auszustoßen, als anderswo gleichzeitig eingespart werden. Wie die Zeitung weiter schreibt, sollen zudem bis 2035 emissionsfreie Schiffe und genauso saubere „große Flugzeuge“ zur Verfügung stehen.

Kritik an den Plänen kommt vom Europaabgeordneten Markus Ferber. Für den CSU-Politiker sei der Entwurf zu grün und zu vage: Die Strategie „scheint von Umweltexperten verfasst zu sein, nicht von Verkehrsexperten“, sagte Ferber der Süddeutschen Zeitung. So fehlten zum Beispiel echte Lösungsansätze, um auch ländlichen Regionen den Anschluss an die moderne Verkehrswelt zu ermöglichen. Laut Greenpeace enthalte das Papier vor allem Absichts­bekundungen. „Hochtrabende Ziele, ein paar neue Zugverbindungen und „grüne“ Standards sind nicht genug“, sagte Aktivistin Lorelei Limousin der Zeitung.