45 Minuten schneller am Ziel – Kürzere Reisezeit zwischen München und Zürich

(EVN Redaktionsdienst) – Foto: DB AG / Norbert Leindl |

Ab Sonntag verkürzt sich die Reisezeit zwischen München und Zürich auf nur noch vier Stunden. Die Bahnstrecke im Abschnitt München – Lindau ist dafür in den letzten Jahren elektrifiziert und ausgebaut worden.

Mit dem Fahrplanwechsel verkehren künftig 12 Zugfahrten täglich und damit doppelt so viele wie bislang zwischen der bayerischen Landeshauptstadt und der Schweizer Metropole. Außerdem reduziert sich die Fahrzeit um rund 45 Minuten.

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Zum Einsatz kommen dafür moderne und elektrische Triebzüge der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) vom Typ ETR 610. „Dank der Elektrifi­zierung sind unsere Reisenden klimafreundlich unterwegs. Und in gut einem Jahr noch schneller: Dann wird sich die Fahrzeit um noch einmal 30 Minuten verkürzen“, sagte DB-Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla.

Laut Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) sei die Idee eines TransEuropExpress 2.0 angesichts der kürzeren Reisezeit zwischen München und Zürich bereits „zum Greifen nah.“ Damit werde Bahnfahren „zu einer überzeugenden Alternative für Flüge und lange Autofahrten“, so Scheuer.



In den zurückliegenden drei Jahren hatte die Deutsche Bahn die Strecke auf deutscher Seite ausgebaut und elektrifiziert. Rund 500 Millionen Euro flossen in den 155 Kilometer langen Abschnitt im Allgäu. Allein für den Lärmschutz wurden DB-Angaben zufolge 100 Millionen Euro verbaut. Der Freistaat Bayern hat zum Projekt rund 177 Millionen Euro beigesteuert.

Wie die Deutsche Bahn betont, profitieren aber auch andere Städte und Regionen zwischen Bodensee und Alpen, darunter Lindau, Bregenz und St. Gallen vom neuen Zugangebot.