Bundesregierung will 3.000 neue Videokameras an Bahnhöfen

(dts Nachrichtenagentur / EVN Redaktionsdienst) – Foto: EVN | aktualisiert am 13. Dezember 2020, 14:11 Uhr |

Die Bundesregierung plant eine Sicherheitsoffensive für Bahnhöfe der Deutschen Bahn. Unter anderem sollen dafür 3.000 neue Kameras installiert werden.

Eine Arbeitsgruppe des Innen- und Verkehrsministeriums, der Bundespolizei sowie der Deutschen Bahn hat dazu ein Konzept erstellt. Auslöser seien die Tötungsdelikte im Jahr 2019 im Hauptbahnhof Frankfurt(Main) und im Bahnhof Voerde gewesen, teilte der DB-Konzern am Sonntag mit. Zuvor hatte bereits die Bild am Sonntag darüber berichtet. Die zusätzlichen Maßnahmen sehen unter anderem vor, dass die Zahl der Videokameras an den Bahnsteigen von derzeit 8.000 auf rund 11.000 in den kommenden vier Jahren erhöht werden soll.

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Die neuen Kameras liefern hochauflösende Bilder. Die Anschaffungskosten liegen bei 180 Millionen Euro. Außerdem sollen zusätzliche Schraffuren an Bahnsteigen großer Bahnhöfe Bereiche kennzeichnen, die freizuhalten sind.



Über einen Projektzeitraum von drei Jahren will der Staatskonzern ab dem Jahr 2021 zudem einen „Sicherheitsbahnhof“ am Berliner Bahnhof Südkreuz einrichten. Dort sollen dann verschiedene Varianten von Schutzbarrieren für Reisende auf einem Bahnsteig sowie „Intelligente Videoanalysetechnik“ zur Erhöhung der Sicherheit erprobt und unter wissenschaftlicher Begleitung längerfristig betrachtet werden. Analysiert werden soll dabei auch, wie sich die Sicherheit steigern lassen könnte, ohne dass Fahrgästen Nachteile entstehen. Das neue Sicherheitskonzept sieht außerdem vor, das Thema „Verkehrssicherheit“ in den Lehrplänen der Länder zu verankern.