SBB-Zug fehlgeleitet – Oberleitungsschaden sorgt für Beeinträchtigungen zwischen Zürich und München

(EVN Redaktionsdienst) – Foto: Augenzeugenfoto | aktualisiert am 13. Dezember 2020, 17:40 Uhr |

Der Fernverkehr auf der Verbindung zwischen Zürich und München war am Sonntag über mehrere Stunden beeinträchtigt.

Wie die Deutsche Bahn und die SBB mitteilten, sorgte eine Oberleitungsstörung auf der Strecke München – Buchloe – Memmingen – Lindau-Reutin – Zürich seit dem Vormittag für erhebliche Beeinträchtigungen im grenzüberschreitenden Fernverkehr zwischen Deutschland und der Schweiz. Bis zum Nachmittag war hier kein Zugverkehr möglich. Erst gegen 16.52 Uhr startete wieder ECE 98 von München in Richtung Zürich.

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Grund für die Betriebsstörung war nach derzeitigen Informationen ein fehlgeleiteter SBB-Zug, der auf dem Weg von Zürich nach München war. Lokalen Medien zufolge ereignete sich der Vorfall in der Gemeinde Hergatz im Landkreis Lindau. Dort wurde der Zug offenbar auf ein nicht-elektrifiziertes Gleis geleitet. Dabei sei auch die Oberleitung beschädigt worden.

Wie es zu dem peinlichen Zwischenfall mit dem Premierenzug am Sonntagvormittag kommen konnte, war zunächst unklar.


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In den zurückliegenden drei Jahren hat die Deutsche Bahn den Abschnitt zwischen Lindau und München für rund 500 Millionen Euro ausgebaut und elektrifiziert. Mit dem heutigen Fahrplanwechsel sollen die Fernzüge die Verbindung in nur noch vier Stunden und damit 45 Minuten schneller bewältigen als bisher.