Schienenallianz begrüßt Verbot besonders lauter Güterwagen

(EVN Redaktionsdienst) – Foto: Pixabay |

Die Allianz pro Schiene hat das am Sonntag in Kraft getretene Gesetz zum Verbot besonders lauter Güterwagen als „Meilenstein für den Lärmschutz im Verkehr“ bezeichnet.

„Für viele Anwohner von Schienenstrecken führt dies zu einer spürbaren Erleichterung, vor allem nachts beim Schlafen“, sagte der Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, Dirk Flege.

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Die Güterbahnen müssen von nun an in Deutschland Wagen mit leiseren Bremsen einsetzen. Erreicht wird die Lärmminderung durch die Nutzung von sogenannten Flüsterbremsen aus Verbundstoff, statt der herkömmlichen Graugusssohlen. Sie sollen das Aufrauen der Räder verhindern und somit das Rollgeräusch um rund zehn Dezibel reduzieren, was vom menschlichen Ohr als Halbierung wahrgenommen wird.

Mit dem neuen Schienenlärmschutzgesetz ist Deutschland neben der Schweiz Vorreiter in Europa. Ein EU-weites Einsatzverbot für laute Wagen auf den so genannten „quieter routes“ soll erst 2024 folgen. Auch wenn das Bundesverkehrsministerium in den ersten zwölf Monaten auf die Sanktionierung bei Verstößen verzichten will, rechnet die Allianz pro Schiene mit einem guten Start der neuen Regeln. Kontrollen zur Einhaltung des Verbots soll es von Anfang an geben, betonte Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) am Montag.


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Die Allianz pro Schiene sieht aber noch weitere Möglichkeiten, die Lärmbelastung durch den Schienenverkehr zu reduzieren. Denn wichtig sei, dass man für mehr klimafreundlichen Schienenverkehr in Deutschland auch die Unterstützung der Bevölkerung benötige, sagte Flege. Der Verband begrüßt daher auch das am Montag von Bund und Bahn vorgestellte Lärmschutzziel für 2030, das weitere Maßnahmen für die kommenden Jahre vorsieht.