Studie im Zug: Mund-Nase-Bedeckung ist wirksamer Schutz vor Tröpfchen und Aerosolen

(EVN Redaktionsdienst) – Foto: DLR |

Laut einer Studie lässt sich die Verbreitung von Tröpfchen und Aerosolen durch das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung im Zug deutlich begrenzen.

Das zeigt 🔗 eine wissenschaftliche Untersuchung, die gemeinsam von der Deutschen Bahn und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) durchgeführt wurde. „Partikel, die die Klimaanlage erreichen, werden dort zum Teil im Filtersystem abgeschieden. Der hohe Anteil Frischluft, mit dem die Klimaanlage arbeitet, verdünnt die Konzentration der Aerosole deutlich“, teilte das DLR am Mittwoch mit. Darüber hinaus werde die Luft in einem ICE durchschnittlich alle sieben Minuten vollständig erneuert. Im Ergebnis spiele die Klimaanlage daher bei der Verbreitung der Aerosole im Fahrgastraum „faktisch keine Rolle.“

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Bei den Untersuchungen wurde unter anderem die Atmung eines Fahrgastes mit und ohne Mund-Nase-Bedeckung simuliert. Die Verbreitung von Tröpfchen und Aerosolen wurde dabei mittels Verteilung von künstlichem Speichel und Spurengas nachgebildet und vermessen. Zur Vereinfachung der Untersuchungen wurde auf sich bewegende Personen verzichtet. Das DLR weist daraufhin, dass für eine virologische Bewertung möglicher Infektionsrisiken jedoch weitere wissenschaftliche Forschungsarbeit nötig ist.

Grafik: DLR

Die durchgeführten Messungen fanden im „Demonstratorfahrzeug für Innovationen im Reisendenkomfort und Klimatisierung“ (DIRK), einem ICE-2-Mittelwagen, statt. Das DLR-Institut für Aerodynamik und Strömungstechnik in Göttingen brachte in die Untersuchung verschiedene hochwertige aerodynamische Messtechniken ein. Durchgeführt wurden die Versuche in der Klimakammer der DB Systemtechnik in Minden, der „Mindener Einrichtung für die klimatechnische Untersuchung an Eisenbahnfahrzeugen“ (MEikE).