Verkehrsunternehmen: ÖPNV-Angebot soll während Lockdown weitestgehend bestehen bleiben

(EVN Redaktionsdienst) – Foto: Pixelio / Danny König |

Obwohl im ÖPNV erneut mit einem starken Fahrgastrückgang zu rechnen ist, wollen die Verkehrsunternehmen wie schon beim ersten umfassenden Lockdown im März und April ihre Angebote weitestgehend aufrechterhalten.

„Wir halten das Land auch in der Krise mobil“, sagte der Präsident des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), Ingo Wortmann. „Als Teil der Daseinsvorsorge verstehen wir es als unsere Aufgabe, für alle Fahrgäste, die unterwegs sein müssen, auch während des Lockdowns ein gutes und sicheres ÖPNV-Angebot zur gewährleisten.“ Bürgerinnen und Bürger, die auf Bus und Bahn angewiesen sind, sollen sich darauf verlassen können, dass tagsüber alle üblichen Angebote weitestgehend nutzbar bleiben, heißt es vom VDV. Spätabends oder nachts könne es jedoch vereinzelt zu Ausdünnungen im Fahrplan kommen.

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Neben der Aufrechterhaltung des Angebots müssten die Verkehrsunternehmen aber auch die finanziellen Auswirkungen berücksichtigen. Jeder Verkehr, den man „guten Gewissens einsparen könne“, spare Kosten. „Und angesichts der pandemiebedingten Milliardenverluste in diesem und im kommenden Jahr müssen wir selbstverständlich auch die wirtschaftlichen Folgen für die Branche im Blick behalten“, gibt Wortmann zu bedenken.


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Bei vielen Verkehrsunternehmen gelte ab sofort ein Ferienfahrplan. „Durch die Schul­schließungen können einige Schülerverkehre eingespart werden. Und weil die Menschen nachts, vor allem auch an Silvester, ohnehin nicht unterwegs sein sollen, werden wir auch in dieser Zeit unsere Verkehre da ausdünnen wo es sinnvoll ist“, so Wortmann. Das werde aber im Rahmen des Gesamtangebots für die Fahrgäste kaum spürbar sein, betonte er.