EVG-Chef beklagt zunehmende Stimmungsmache gegen Mitglieder seiner Gewerkschaft

(EVN Redaktionsdienst) – Foto: EVG |

Der Chef der Eisenbahn‐ und Verkehrsgewerkschaft (EVG), Klaus-Dieter Hommel, hat sich mit einem Offenen Brief an die Mitglieder seiner Organisation gewendet. Er beklagt darin eine offenbar zunehmende Stimmungsmache seitens der Konkurrenzgewerkschaft GDL.

Die aktuelle Auseinandersetzung übertreffe „alles bisher Dagewesene“, schreibt Hommel an die Mitarbeiter der Deutschen Bahn AG. Nach seinen Worten seien Mitglieder der EVG bereits im Dienst und in der Freizeit „massiv und teilweise körperlich bedrängt“ worden, zur konkurrierenden Lokführergewerkschaft zu wechseln.

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Der EVG-Chef beschreibt weiter, dass gegen Betriebsräte seiner Gewerkschaft „auf eine unerträgliche Art und Weise Stimmung gemacht“ werde. Außerdem würden Mitglieder sowie Funktionäre der EVG im Internet „aufs Übelste diffamiert und verleumdet“. Darüber hinaus seien auch Schaukästen beschädigt und Unterlagen der EVG vernichtet worden. „Dies und mehr hat sich in den vergangenen Tagen an vielen Orten und in vielen Betrieben im gesamten Bahnkonzern zugetragen und steigert sich derzeit noch weiter“, schreibt Hommel. Er macht zudem deutlich, dass man eine weitere Eskalation nicht dulden und mit allen rechtlichen Mitteln unterbinden werde.


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Mitte November hatte GDL-Chef Claus Weselsky angekündigt, dass seine Gewerk­schaft künftig auch Fahrdienstleiter, Zugbegleiter, Werksmitarbeiter und Servicekräfte vertreten will. Seither verstärkt die GDL ihre Mitgliederwerbung. Hommel beklagt, dass Weselsky die EVG und ihre Mitglieder bereits damals „in unerträglicher Art und Weise beleidigt und beschimpft“ habe – und stellt fest, dass dieses Verhalten aus seiner Sicht jetzt offenbar Früchte trage.