Unbekannte legen Hindernis ins Gleis und bewerfen ICE mit Metallbettgitter

(EVN Redaktionsdienst) – Foto: Bundespolizei |

Laut einer Mitteilung der Bundespolizei haben Unbekannte am Mittwoch (16. Dezember) einen schnell fahrenden ICE mit einem Gegenstand beworfen. Etwa im gleichen Moment hatte der Zug auch eine aufgelegte Betonplatte überfahren.

Auf der Bahnstrecke zwischen Berlin und Halle (Saale) ist es am Mittwochnachmittag zu einem gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr gekommen. Wie ein Sprecher der Bundespolizeiinspektion Magdeburg mitteilte, kollidierte ein ICE gegen 16:19 Uhr in Lutherstadt Wittenberg mit einer aufgelegten Betonplatte unterhalb der Triftbrücke. Ungefähr zeitgleich warfen die Täter zudem ein Metallbettgitter in Richtung des Zuges. Der ICE, der zum Zeitpunkt des Vorfalls mit einer Geschwindigkeit von 160 km/h unterwegs war, wurde im Frontbereich seitlich getroffen.

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Nach Angaben der Bundespolizei handelte es sich bei dieser Aktion „um eine nicht unerhebliche Straftat“. Zu größeren Beschädigungen am Zug kam es offenbar nicht. Auch verletzt wurde glücklicherweise niemand. Der Vorfall verursachte bei dem betreffenden ICE eine Verspätung von 46 Minuten. Außerdem verzögerten sich elf weitere Züge um insgesamt 243 Minuten. 

Die Bundespolizeiinspektion Magdeburg hat Ermittlungen aufgenommen und sucht nach Zeugen. Sachdienliche Hinweise werden unter der Telefonnummer 0391 / 56549 555 entgegen genommen.

Ein anderer Vorfall ereignete sich bereits am Montagabend (14. Dezember) in der Gemeinde Tarp in Schleswig-Holstein. Dort hatte ein Zug eine Warnbarke und einen Einkaufswagen erfasst. Der Zug konnte seine Fahrt fortsetzen. Auch hier sucht die Bundespolizei Zeugen und bittet um Hinweise unter der Telefonnummer 0461 / 3132-0.