Entlaufene Güterwagen stoßen mit Personenzug zusammen – Schweres Zugunglück verhindert

(EVN Redaktionsdienst) – Foto: BFKDO Baden / Stefan Schneider |

Im Bezirk Baden in Österreich hat sich Anfang Dezember ein Bahnunfall ereignet, der weitaus schlimmer hätte enden können.

Der Lokführer eines Personenzuges auf der Südbahnstrecke in Richtung Wiener Neustadt ist in der Nacht vom 5. auf den 6. Dezember per Nothaltauftrag durch die Leitstelle angewiesen worden, seinen Zug sofort zu stoppen. Grund dafür war eine drohende Kollision. Mehrere Güterwagen, die zuvor auf einem Abstellgleis nahe dem Bahnhof Leobersdorf abgestellt waren, hatten sich aus zunächst unbekannter Ursache in Bewegung gesetzt und rollten auf den Personenzug zu.


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In der Nähe des Bahnhofs Kottingbrunn im Bezirk Baden prallten die Güterwagen wenig später auf die Lok des bereits stehenden Personenzuges auf. Eigentlich wäre der Zug auf dieser Strecke mit hoher Geschwindigkeit unterwegs gewesen. Daher ist es wahrscheinlich nur der Warnung der Leitstelle und der schnellen Reaktion des Lokführers zu verdanken, dass die sieben Reisenden und der Lokführer selbst unverletzt blieben. Einsatzkräfte der Feuerwehr unterstützten die Fahrgäste beim Verlassen des Zuges.

Laut einem Bericht der österreichischen Tageszeitung Heute sei für die sechs entrollten Güterwaggons ein Unternehmen verantwortlich gewesen, das im Auftrag der ÖBB arbeitet. Die Polizei hat die Ermittlungen zu dem Vorfall aufgenommen.