Verkehrsminister rechnet noch länger mit geringem Fahrgastaufkommen bei der Bahn

(EVN Redaktionsdienst) – Foto: BMVI |

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) geht davon aus, dass der Einbruch bei den Fahrgastzahlen im Bahnverkehr noch mindestens bis zum Frühjahr andauern wird.

Wie viel Geld der Bund dem Staatskonzern in Zukunft aufgrund der Einnahmeausfälle noch gewähren muss, könne Scheuer heute noch nicht sagen. „Das wäre ein Blick in die Glaskugel. Aber wir reden hier eher über Milliarden und nicht über Millionen“, betonte Scheuer in einem Interview mit der Augsburger Allgemeinen. Wichtig sei allerdings, dass die Investitionen fortgesetzt würden. „Es steht keine Baustelle still, wir haben sogar mit neuen Baustellen begonnen.“

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Die derzeitige Corona-Krise sei für die Mobilitäts- und Logistikunternehmen „eine schwere Herausforderung“, das wisse man spätestens seit März, sagte Scheuer. Bei der Deutschen Bahn belaufe sich der Rückgang des Fahrgastaufkommens momentan zwischen minus 70 und 75 Prozent, beim Flugverkehr seien es sogar minus 90 Prozent.


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Wie der Minister weiter betonte, habe der Bahnvorstand „keine Schonfrist“. Auch wenn er als Minister „nie ganz zufrieden“ sei, so sei er „aber zufrieden“, wie die Führung des DB-Konzerns in der Krise agiere. „Die Bahn und der Vorstand managen das gut“, so Scheuer.