Deutschland verschärft Einreise­beschränkungen für Groß­britannien und Südafrika

(dts Nachrichtenagentur / EVN Redaktionsdienst) – Foto: iStock |

Die Bundesregierung hat die Einreisebeschränkungen für Großbritannien und Südafrika verschärft. Grund dafür ist die Sorge vor dem Einschleppen einer neu entdeckten Corona­virus-Variante.

Unternehmen, die im Eisenbahn-, Bus-, Schiffs- oder Flugverkehr Reisende aus dem Vereinigten Königreich oder Südafrika befördern, seien verpflichtet, Beförderungen aus diesen Staaten in die Bundesrepublik zu unterlassen, heißt es in einer Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums, die am Dienstag in Kraft trat. Ausnahmen sollen unter anderem für reine Post-, Fracht- oder Leertransporte gelten.

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Der grenzüberschreitende Zugverkehr über den Eurotunnel zwischen Großbritannien und dem europäischen Festland ist bereits nahezu eingestellt. Aktuell führt nur noch eine einzige Verbindung von Paris in Richtung London.



Personen mit Wohnsitz und Aufenthaltsrecht in Deutschland sollen die Möglichkeit bekommen, ab dem 1. Januar aus den betroffenen Ländern befördert zu werden. Zu diesem Zweck seien geplante Flüge dem Bundesinnenministerium oder einer von ihm benannten nachgeordneten Behörde drei Tage vorher anzuzeigen, und zu genehmigen, heißt es in der Verordnung. Die neue Regelung soll bis zum 6. Januar gelten.

Die neu entdeckte Virus-Mutation ist nach britischen Behördenangaben bis zu 70 Prozent ansteckender als die bisher bekannte Form und weitet sich vor allem in London und Südostengland rasant aus. Auch in Südafrika wurde eine mutierte Form des Coronavirus bereits nachgewiesen.