Kontaktflächen an über 200 Bahnhöfen in NRW erhalten Anti-Viren-Beschichtung

(EVN Redaktionsdienst) – Foto: DB AG / Axel Hartmann |

Am Essener Hauptbahnhof wurde damit begonnen, einen speziellen Anti-Viren-Lack auf häufig genutzte Kontaktflächen aufzutragen.

An insgesamt 209 Bahnhöfen in Nordrhein-Westfalen will die Deutsche Bahn ihr Hygiene­konzept verbessern und dort einen speziellen Lack an die Handläufe von rund 700 Treppen sowie auf Bedienfelder von über 400 Aufzügen auftragen. Der Anti-Corona-Lack soll rund 99,9 Prozent aller Corona-Viren und andere Keime abtöten.

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„Durch den Einsatz des Lacks wird die Übertragung von Keimen und Bakterien minimiert“, sagte Stephan Boleslawsky, Regionalbereichsleiter der DB Station&Service West. „Das Ansteckungsrisiko für Krankheiten wie Covid-19 ist damit deutlich geringer. Wir leisten somit einen aktiven Schutz zur Gesundheit unserer Reisenden und Besucher.“



Der Einsatz des Schutzlacks kostet nach Angaben eines Bahnsprechers rund 200.000 Euro und wird über das „Sonderprogramm kommunale Verkehrsinfrastruktur ÖPNV“ des Landes Nordrhein-Westfalen finanziert. „Permanente Reinigung, Desinfektion und Virenschutz-Lack: Das ist der bestmögliche Infektionsschutz“, sagte NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst. „Diesen wichtigen Beitrag im Hygiene-Konzept der Bahn fördern wir gern.“

Nach dem Essener Hauptbahnhof soll der Lack noch im Dezember in Bochum-Dahlhausen, Bottrop Hbf und an einigen Duisburger Stationen aufgetragen werden. Die zeitlichen Planungen seien jedoch gerade jetzt im kalten Winter stark witterungsabhängig, erklärte der Bahnsprecher weiter. Geplant sei aber, dass die meisten der 209 Bahnhöfe noch im Januar und Februar den Schutzlack erhalten sollen.