Grenzbahnhof Furth im Wald barrierefrei ausgebaut

(EVN Redaktionsdienst) – Foto: DB AG |

Der Bahnhof Furth im Wald nahe der deutsch-tschechischen Grenze ist seit wenigen Tagen barrierefrei. Die Gesamtinvestition für die Modernisierung, die etwa drei Jahre dauerte, liegt bei rund acht Millionen Euro.

Der Bahnhof im Grenzort Furth im Wald im Oberpfälzer Landkreis Cham (Bayern), der von rund 600 Ein- und Aussteigern pro Tag genutzt wird, ist ab sofort barrierefrei erreichbar. Im Rahmen der Modernisierungsmaßnahmen wurden die Bahnsteige komplett erneuert und die Höhe auf 55 cm angepasst. Außerdem wurde eine Personenüberführung mit Aufzügen errichtet und die gesamte Ausstattung inklusive Beschallung und Beleuchtung am Bahnsteig erneuert. Die Restarbeiten werden im Jahr 2021 noch ausgeführt.

Advertisements

Der Freistaat müsse „beim barrierefreien Ausbau der Bahnhöfe im Bahnland Bayern zügig vorankommen“, betonte Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer. Das sei wichtig, um allen Menschen einen einfachen Zugang zum umweltfreundlichen Verkehrsträger Schiene zu ermöglichen. „Dank der umfangreichen finanziellen Unterstützung durch den Bund und durch die Bayerische Staatsregierung können wir unsere Investitionsoffensive an den mehr als 1.000 Bahnhöfen in Bayern fortsetzen“, erklärte Bayerns Bahnchef Klaus-Dieter Josel.



Der Grenzbahnhof Furth im Wald sei das „Eingangstor zu Bayern“, sagte Bürgermeister Sandro Bauer. Er betonte, dass Mobilität ein entscheidender Faktor für die Entwicklung des ländlichen Raumes sei. Zudem hofft Bauer, dass der Ausbau der Bahnstrecke zwischen München und Prag baldmöglichst Realität werde. Mit dem nun barrierefreien Bahnhof sei man zumindest für die Zukunft gerüstet.