Verkehrsunternehmen begrüßen Verlängerung der Gleisanschluss­förderrichtlinie

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Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) begrüßt die Zustimmung der EU-Kommission zur Verlängerung der Gleisanschlussförderrichtlinie.

„Es ist eine gute Nachricht für das kommende Jahr, dass die EU-Kommission grundsätzlich der fortentwickelten Gleisanschlussförderrichtlinie und dem geplanten Inkrafttreten zum März 2021 zugestimmt hat“, sagte VDV-Vizepräsident Joachim Berends am Dienstag. „Gleich­zeitig ist es ein gutes Zeichen, dass die bisherige Richtlinie bis einschließlich Februar des neuen Jahres verlängert werden kann. Auf diese Weise können Altanträge abgearbeitet und ein reibungsloser Übergang von der alten zur neuen Richtlinie gewährleistet werden“, so Berends weiter. Die Zustimmung hatte die EU-Kommission dem federführenden Bundes­verkehrsministerium mitgeteilt.

Für das erweiterte Förderprogramm ist gemäß Bundeshaushalt 2021 zunächst ein jährliches Budget von 34 Millionen Euro vorgesehen. „Der Bund ist hier sehr engagiert: Dieser Haushaltsansatz soll künftig schrittweise erhöht werden. Der ’normale‘ Gleisanschluss einschließlich der zugehörigen Umschlaggeräte wird weiterhin mit bis zu 50 Prozent gefördert. Die neu hinzugekommenen multimodalen Anlagen einschließlich der zugehörigen Umschlaggeräte werden unter Bedingungen mit bis zu 80 Prozent Förderung unterstützt“, so Berends.



Laut dem Verband werden damit die wesentlichen Forderungen des VDV im Rahmen der Neuausrichtung der Gleisanschlussförderung erfüllt. Gleichzeitig schaffe der Bund die Voraussetzungen dafür, dass die erfolgreichen Güter-Verlagerungen von bisher rund 120 Millionen Tonnen von der Straße auf die Schiene und die damit einhergehende Einsparung von 3,3 Millionen Tonnen Treibhausgasemissionen fortgesetzt werden kann, heißt es.

Zur Fortentwicklung der Förderrichtlinie zählen unter anderem die Einbeziehung der Ersatzinvestitionen – einschließlich Anschlussweiche – um das Schließen bestehender Gleisanschlüsse zu verhindern, multifunktionale Anlagen für den Umschlag von Gütern zwischen Straße und Schiene sowie Zuführungs- und Industriestammgleise zur Anbindung von Industrie- und Gewerbegebieten. „Weitere wichtige Themen sind die Höhe der Planungskostenpauschale, neue Fördersätze und Förderquoten sowie eine einheitliche Wirtschaftlichkeitsuntersuchung. Ferner soll im Rahmen der europarechtlichen Vorgaben eine Kumulierung der Förderung mit Landesmitteln ermöglicht werden“, so Berends abschließend.