1,75 Millionen Euro für die Sanierung von NE-Bahnen in Nordrhein-Westfalen

(EVN Redaktionsdienst) – Foto: Pixelio |

Das Land Nordrhein-Westfalen investiert weitere rund 1,75 Millionen Euro in die Sanierung der Schieneninfrastruktur von nicht bundeseigenen Eisenbahnen (NE-Bahnen).

Wie das zuständige Verkehrsministerium kürzlich mitteilte, wurden kurz vor Weihnachten Förderbescheide an drei Eisenbahninfrastrukturunternehmen übergeben. Das Geld kommt aus dem Programm des Landes zur Erhaltung und Verbesserung von Schieneninfrastruktur der öffentlichen nicht bundeseigenen Eisenbahnen für den Güterverkehr.

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„Mit der Förderung des Landes Nordrhein-Westfalen können mehr Logistikstandorte, Industrie- und Gewerbegebiete auf der letzten Meile an das Netz der Bahn angeschlossen werden“, erklärte Verkehrsminister Hendrik Wüst. Dadurch sollen Zehntausende Lkw-Fahrten pro Jahr vermieden werden, sagte der CDU-Politiker.


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Die Lappwaldbahn Service-GmbH erhielt einen Förderbescheid von knapp über eine Million Euro, die unter anderem in die Erneuerung von Gleisanlagen im Bahnhof Lienen und den Ausbau von vier Bahnübergängen im Streckennetz der Lappwaldbahn fließen. Fast 415.000 Euro bekommt die Mindener Kreisbahnen GmbH für die Erneuerung von Gleisanlagen unter anderem auf der Mittelland­kanalbrücke und im Bahnhof Minden. Ein dritter Förderbescheid in Höhe von knapp 333.000 Euro für die Sanierung von Schienenstrecken zwischen Niederkassel und Lülsdorf wurde an die Rhein-Sieg-Verkehrsgesellschaft mbH (RSVG) übergeben.

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Das Förderprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen für öffentliche nicht bundeseigene Eisenbahnen wurde Mitte 2018 wieder eingeführt. Die Bundesförderung nach dem Schienengüterfernverkehrsnetzförderungsgesetz (SGFFG) in Höhe von maximal 50 Prozent für Ersatzinvestitionen wird vom Land auf maximal 90 Prozent aufgestockt. Der Bund unterstützt nur Ersatzinvestitionen der NE-Bahnen. Das Land fördert zudem den Erhalt und die Erneuerung der Infrastrukturen mit einem Fördersatz von bis zu 75 Prozent.

Laut Ministeriumsangaben konnten für den Förderzeitraum 2018 bis 2021 in Nordrhein-Westfalen bereits über 80 Maßnahmen mit insgesamt rund 16 Millionen Euro allein aus Landes­mitteln bezuschusst werden.