EVG bekräftigt Forderung nach zweitem Rettungsschirm für den ÖPNV

(EVN Redaktionsdienst) – Foto: Pixabay |

Der stellvertretende Vorsitzende der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), Martin Burkert, hat angemahnt, dass auch 2021 ein weiterer Rettungsschirm für den ÖPNV/SPNV nötig sei, um die finanziellen Schäden der Corona-Pandemie zu bewältigen.

„Der Verkehr wird aufrechterhalten, die Fahrgäste fehlen aber in großer Zahl“, so Burkert. Daher hat die EVG ihre Forderung nach einem Rettungsschirm II bekräftigt und Bund und Länder aufgefordert, ein Gipfeltreffen durchzuführen. Konkret fordert die EVG den Bund dazu auf, auch im Jahr 2021 die Regionalisierungsmittel um 2,5 Milliarden Euro zu erhöhen.

In einem Schreiben an die Bundesminister für Verkehr und Finanzen sowie die Verkehrs­ministerinnen und -minister der Länder hat die Gewerkschaft ihre eigene Position erneut deutlich gemacht. Die EVG habe bereits im ‚Bündnis für unsere Bahn‘ von Anfang an auch die Nichtbundeseigenen Eisenbahnen (NE-Bahnen) mitgedacht, erklärte EVG-Vorstandsmitglied Kristian Loroch. „So haben wir dafür gesorgt, dass schon in der ersten Vereinbarung zum Bündnis zusätzliche Mittel für die NE-Bahnen festgelegt wurden“, fügte er hinzu. Nach Ansicht der EVG-Vertreter werde der 5-Milliarden-Rettungsschirm für ÖPNV und SPNV wegen der sich zuspitzenden Corona-Pandemie und dem damit verbundenen dramatischen Fahrgast­einbruch nicht reichen. Viele tausend Beschäftigte seien daher um ihre Arbeitsplätze besorgt.


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„Wir sind davon überzeugt, dass es angesichts der zu erwartenden Einnahmeausfälle einen zweiten Rettungsschirm braucht, der – von Bund und Ländern solidarisch getragen – die pandemiebedingten Lasten schultert“, heißt es in dem Schreiben.