Bombardier-Management beruhigt Belegschaft – Keine Einschnitte nach Alstom-Übernahme erwartet

(EVN Redaktionsdienst) – Foto: Bombardier |

Die Beschäftigten von Bombardier Transportation müssen nach der Übernahme durch den französischen Zugbauer Alstom offenbar keinen größeren Stellenabbau fürchten. Davon geht zumindest das Management des Technologiekonzerns aus.

Wie der Vorstandschef von Bombardier Transportation, Danny Di Perna, gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung sagte, seien die Bücher „prall voll mit Aufträgen.“ Man brauche daher „die deutschen Ingenieure und Fabriken“, um diese abzuarbeiten. In den nächsten zwei bis drei Jahren gehe es allein darum, fügte er hinzu. „Nach heutigem Kenntnis­stand braucht es auf absehbare Zeit kein Restrukturierungsprogramm. Aber selbst­verständlich optimieren wir die Organisation fortlaufend“, so Di Perna. Der Stellenabbau, der 2018 begann, sei mittlerweile weitgehend abgeschlossen, heißt es. Insgesamt seien dabei bereits 1.300 Jobs gestrichen worden.

Auch der frühere Chef der Deutschen Bahn und heutige Aufsichtsratsvorsitzende von Bombardier Transportation, Rüdiger Grube, sagte der Zeitung: „Alstom kann und wird nicht die Power der deutschen Standorte ignorieren.“



Laut dem Medienbericht will Alstom die Übernahme des Konkurrenten bis Ende Januar abschließen. Arbeitnehmervertreter sehen die Fusion seit Monaten mit Sorge. Bombardier Transportation hat in Deutschland mehrere Werke und beschäftigt rund 7.500 Mitarbeiter. An den sechs deutschen Standorten von Alstom arbeiten etwa 2.500 Beschäftigte; das größte Werk befindet sich in Salzgitter.