Dänemark startet mit Bauarbeiten für die Feste Fehmarnbeltquerung

(EVN Redaktionsdienst) – Foto: Femern A/S |

Nach 25 Jahren Planung hat das Baukonsortium Femern Link Contractors (FLC) am Freitag (1. Januar) mit den Arbeiten zum Bau der Festen Fehmarnbeltquerung begonnen.

Mit dem Fehmarnbelt-Tunnel unter der Ostsee soll ab 2029 die Fahrzeit für den Straßen- und Zugverkehr deutlich verkürzt werden. Die 17,6 Kilometer lange Verbindung von der deutschen Insel Fehmarn zur dänischen Insel Lolland umfasst eine vierspurige Autobahn und eine zweigleisige Bahnstrecke. „Eine der größten Bauarbeiten der dänischen Geschichte kann jetzt beginnen“, sagte Dänemarks Verkehrsminister Benny Engelbrecht. Auch Bundesverkehrs­minister Andreas Scheuer (CSU) erklärte laut einem SPIEGEL-Bericht, dass dieses Projekt eine Riesenchance für Europa sei. Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) fügte hinzu, dass es jetzt zunächst auf dänischer Seite losgehe, nicht viel später aber auch in Deutschland.


MEHR ZU DIESEM THEMA


Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hatte Anfang November 2020 die verbliebenen Klagen gegen das umstrittene Milliardenprojekt abgewiesen. Seither besteht auch auf deutscher Seite Baurecht für den Tunnel. Das dänische Parlament hatte den Bau bereits im April 2015 genehmigt.

Im dänischen Rødby soll nun zuerst eine Fabrik für die Tunnelelemente errichtet werden, in Lolland das Tunnelportal. Dann folgt die Produktion der Elemente und ihre Platzierung unter dem Meeresboden im Fehmarnbelt. Bereits im vergangenen Jahr war mit dem Bau eines Arbeitshafens in Rødby begonnen worden.