Westfrankenbahn erhält zusätzliches Fahrzeug für den Betrieb auf der Maintalbahn

(EVN Redaktionsdienst) – Foto: DB AG / Michael Mann |

Ab dem Frühjahr soll ein zusätzlicher Triebwagen auf der Maintalbahn zwischen Aschaffenburg und Wertheim für mehr Flexibilität und Zuverlässigkeit sorgen.

Wie die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) mitteilt, investiert der Freistaat Bayern über fünf Millionen Euro in die Beschaffung eines zusätzlichen Triebwagens für die Fahrzeugflotte der Westfrankenbahn im Netz Hohenlohe-Franken-Untermain. Das Fahrzeug vom Typ VT 642 soll bereits im Frühjahr zum Einsatz kommen und den zuletzt verspätungsanfälligen Betrieb am bayerischen Untermain stabilisieren. Die Westfrankenbahn (DB RegioNetz Verkehrs GmbH), die im Auftrag der BEG die Verkehre betreibt, wird damit künftig über eine Flotte von 38 Fahrzeugen verfügen.

Kurze Wendezeiten in Aschaffenburg hatten nach Angaben der BEG in den letzten Monaten immer wieder zu einem Domino-Effekt geführt: Verspätungen oder Zugausfälle übertrugen sich auf Folgefahrten, teils über den ganzen Tag hinweg. Der zusätzliche Triebwagen soll die Zuverlässigkeit der Westfrankenbahn künftig steigern. Weitere Vorteile seien zudem, dass das verspätungsanfällige Kuppeln von Zügen in Miltenberg in der morgendlichen Hauptverkehrs­zeit reduziert werden könne. Außerdem sei es so möglich, in einzelnen Verbindungen mehr Kapazitäten zur Verfügung zu stellen.


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Im Netz Hohenlohe-Franken-Untermain hatte die BEG das Fahrplanangebot mit dem Ende 2019 neu vergebenen Verkehrsdurchführungsvertrag an die Westfrankenbahn ausgebaut. Zwischen Aschaffenburg und Miltenberg verkehrt der Regionalexpress RE 87 montags bis freitags im Stundentakt. Die Regionalbahn RB 88 verkehrt auch am Wochenende stündlich. Der gesamte Fahrplan ist zudem auf den Busverkehr im Landkreis abgestimmt, sodass die Ankunfts- und Abfahrtszeiten von Bahn und Bus systematisch miteinander verknüpft sind.