Verlängerung der Corona-Maßnahmen und Beschränkung der Bewegungsfreiheit

(dts Nachrichtenagentur / EVN Redaktionsdienst) – Foto: Pixabay |

Menschen in Landkreisen mit sehr hohen Corona-Infektionszahlen müssen sich auf eine harte Beschränkung ihrer Bewegungsfreiheit einstellen. Darauf haben sich die Vertreter von Bund und Ländern geeinigt.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich mit den Ministerpräsidentinnen und Minister­präsidenten der Länder auf eine Verlängerung des Lockdowns bis zum 31. Januar verständigt. Neben weiterhin geschlossenen Kitas und Schulen wird der Bewegungs­radius für Personen aus Landkreisen mit einer Inzidenz von über 200 Neuinfektionen in sieben Tagen pro 100.000 Einwohnern auf 15 Kilometer um den Wohnort begrenzt.

Die Vizepräsidentin des Verbandes Deutsches Reisemanagement (VDR), Inge Pirner, hat gelassen auf die angekündigte Beschränkung der Bewegungsfreiheit reagiert. „Wir gehen – Stand jetzt – davon aus, dass eine Geschäftsreise als beruflich bedingter Ortswechsel ein triftiger Grund für ein Verlassen des beschlossenen Radius darstellt, ebenso der tägliche Pendelweg zur Arbeit oder Reisen etwa zwischen zwei Produktionsstätten eines Unternehmens“, sagte Pirner dem Handelsblatt. „Daher schätzen wir die negativen Auswirkungen des Beschlusses auf die Geschäftstätigkeit der Unternehmen als eher gering ein, zumal die Beschränkungen nur für Hotspots gelten.“ Zudem hätten die Firmen ihre Reisetätigkeiten auch im Sinne der eigenen Planungssicherheit bereits seit Wochen auf ein absolutes Minimum heruntergefahren.

Von der Beschränkung kann nur aus triftigem Grund abgewichen werden. Tagestouristische Ausflüge stellten „explizit keinen triftigen Grund dar“, heißt es im Beschlusspapier von Bund und Ländern. Am 25. Januar soll entschieden werden, ob ab 1. Februar noch weiter verlängert wird.