Bund plant Sonderrechte für Geimpfte bei Einreise aus Risikogebiet

(dts Nachrichtenagentur / EVN Redaktionsdienst) – Foto: DB AG |

Die Bundesregierung plant nun doch bei der Einreise nach Deutschland aus Risiko­gebieten Sonderrechte für Menschen mit einer Corona-Impfung. Zuvor hatten sich führende Politiker immer wieder gegen Privilegien ausgesprochen.

In der neuen Musterverordnung zur Test- und Quarantänepflicht im Reiseverkehr, über die das Handelsblatt berichtet, werden Ausnahmen bei einer Immunität gegen das Virus aufgeführt. Der gemeinsame Krisenstab von Bundesinnen- und Bundesgesundheits­ministerium hatte die Verordnung auf Grundlage des Bund-Länder-Beschlusses in dieser Woche erarbeitet und zur Umsetzung an die Bundesländer geschickt.

Ausnahmen soll es demnach für Reisende geben, die eine „Impfdokumentation über eine mindestens 14 Tage vor Einreise bei ihnen vollständig abgeschlossene Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2“ vorlegen können. Außerdem verleiht Immunität nach einer überstandenen Corona-Infektion Sonderrechte: Laut Musterverordnung gilt die Ausnahme­regelung auch für „Personen, die über ein ärztliches Zeugnis über eine bei Einreise mindestens 21 Tage und höchstens sechs Monate zurückliegende, durch Nukleinsäure­nachweis bestätigte Infektion mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 verfügen“. Für Rückkehrer aus Corona-Risikogebieten nach Deutschland soll neben einer zehntägigen Quarantänepflicht eine Testpflicht eingeführt werden.

Der Test muss entweder innerhalb von 48 Stunden vor der Anreise oder unmittelbar nach der Einreise erfolgen. Die Musterverordnung sorgte in einigen Ländern für Irritationen, da die Bundesregierung sich bisher klar gegen Privilegien für Geimpfte ausgesprochen hatte, berichtet das Handelsblatt unter Berufung auf eigene Informationen.