Gegenstand auf Zug geworfen – Kriminalpolizei ermittelt wegen versuchten Totschlags

(EVN Redaktionsdienst) – Foto: Polizei (Symbolbild) |

Eine Regionalbahn auf dem Weg von Rendsburg nach Kiel ist am frühen Sonntagabend (3. Januar) durch einen Gegenstand getroffen worden. Die Frontscheibe wurde bei dem Vorfall beschädigt.

Gegen 17.55 Uhr passierte der Regionalzug mit etwa 110 km/h den Bereich einer Fußgänger­brücke in Kiel-Mettenhof, als der Lokführer drei Personen wahrnahm. Kurz darauf schlug ein zunächst unbekannter Gegenstand, der von der Brücke geworfen wurde, in die Frontscheibe des Zuges ein. Der 28-jährige Lokführer erlitt bei dem Vorfall einen Schock, blieb darüber hinaus aber unverletzt. Im Zug befanden sich laut Polizeiangaben zehn Fahrgäste.

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Eine sofort eingeleitete Nahbereichsfahndung nach den Tätern blieb erfolglos. Die Kieler Staatsanwaltschaft und die Kriminalpolizei haben nach dem Vorfall Ermittlungen wegen versuchten Totschlags und gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr aufgenommen.


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Der beschädigte Zug wurde zur Beweissicherung sichergestellt. Zeugenhinweise nimmt die Kriminalpolizei unter der Telefonnummer 0431 / 160 3333 entgegen.

Wie die Kieler Nachrichten aktuell berichten, ist die Bahnstrecke zwischen Kiel und Felde am heutigen Freitag vorübergehend gesperrt worden. Grund dafür waren Ermittlungen im Zusammenhang mit dem Ereignis vom 3. Januar. Wie Polizeisprecher Matthias Felsch laut der Zeitung sagte, seien mehrere mögliche Beweise gefunden worden, die nun allesamt kriminaltechnisch untersucht würden.