„Jeder Güterzug ersetzt 52 Lastwagen“ – DB-Cargo-Chefin plädiert für mehr Einzelwagenverkehr

(EVN Redaktionsdienst) – Foto: DB AG / Wolfgang Klee / Max Lautenschläger |

Die Chefin des Güterbahnunternehmens DB Cargo, Sigrid Nikutta, hat sich für eine Steigerung des Einzelwagenverkehrs auf der Schiene ausgesprochen, um bis 2030 jährlich 30 Millionen LKW-Fahrten zu ersetzen.

In einem Post auf der Business-Plattform LinkedIn schrieb die Cargo-Chefin der Deutschen Bahn am Freitag, dass es wichtig sei, den Einzelwagenverkehr zu steigern, um so den CO2-Ausstoß deutlich zu reduzieren. „Nur wenn wir mehr Transporte auf die umweltfreundliche Schiene packen, schaffen wir die Klimaziele. Dazu brauchen wir aber eine ganzheitliche Debatte. Es geht nicht nur darum, ob man nun lieber das Fahrrad oder die S-Bahn für den Weg zur Arbeit nimmt. Die Dimension ist in einer Industrienation viel größer.“

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Um die Klimaziele zu erreichen, müsse der CO2-Ausstoß im Verkehrssektor bis zum Jahr 2030 um 42 Prozent gesenkt werden, so Nikutta. Der Hebel hierfür sei die Eisenbahn. „Es ist gut, dass Logistik und Lieferketten funktionieren. Sie funktionieren auch deshalb, weil sich unsere Wirtschaft auf ein starkes Rückgrat verlassen kann: Auf einen Verkehrsträger, den viele nicht mehr auf der Rechnung hatten: Die Güterbahn.“


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Allerdings würden derzeit nur etwa 18 Prozent der Güter auf der Schiene transportiert. Hier müsse unbedingt eine Steigerung stattfinden, betonte Nikutta. Denn jeder Güterzug auf der Schiene könne 52 Lastwagen ersetzen, was auch zu weniger Verkehr auf Landstraßen, Ortsdurchfahrten und Autobahnen führen würde.