Shift 2030: Mehr Spediteure und Verlader sollten jetzt auf die Schiene setzen

(EVN Redaktionsdienst) – Foto: Pixabay |

Die neugegründete Initiative Shift 2030 begrüßt das europäische Jahr der Schiene und fordert Entscheider von Speditionsunternehmen dazu auf, ihre Verkehre verstärkt auf die Schiene zu verlagern.

Nach Ansicht von Sebastian Ruckes, Vorstand der Initiative Shift 2030 und Manager beim Güterbahnbetreiber TX Logistik, müsse in Sachen Überzeugungsarbeit noch einiges getan werden, damit mehr Entscheider in Transport und Logistik eher auf die umweltfreundliche Schiene statt auf die Straße setzen. Dabei gebe es laut Ruckes bereits heute Angebote am Markt, die attraktiver als der reine Straßentransport seien.

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In einem Appell bekräftigte er, dass Spediteure und Verlader in Nachhaltigkeitsberichten weniger über die Installation von LED-Beleuchtungen in Lagern und Distributionszentren schreiben sollten und sich stattdessen verstärkt dem größten CO2-Verursacher – also dem ausschließlichen Transport auf der Straße – widmen sollten. Um tatsächlich etwas für die Umwelt zu tun, sei es manchmal erforderlich, die ein oder andere Komfortzone zu verlassen, macht die Initiative deutlich. Unbestritten sei, dass die Schiene der einzige Verkehrsträger ist, mit dem kurzfristig die Treibhausgasemissionen erheblich gesenkt werden könnten, so Ruckes. Eine Auseinander­setzung aller Beteiligten mit der Schiene sei überfällig, betonte er.



Während sich andere Sektoren bereits seit den letzten 30 Jahren erheblich verbessert hätten, seien die Treibhausgasemissionen im Transportsektor nicht reduziert worden, prangert die Initiative an. Sämtliche eingeleiteten Maßnahmen würden aufgrund des steigenden Transportvolumens buchstäblich verbrannt, weil der überwiegende Gütertransport nach wie vor – mit allen negativen Auswirkungen – auf der Straße stattfinde.