Erste Siemens-Züge für Go-Ahead Bayern durchlaufen Testbetrieb im Prüfzentrum

(EVN Redaktionsdienst) – Foto: Siemens Mobility |

Die ersten Züge für den künftigen Einsatz von Go-Ahead Bayern in den Augsburger Netzen haben das Siemens-Werk Krefeld verlassen und drehen inzwischen auf dem Testring im Prüfcenter Wegberg-Wildenrath ihre Runden.

Das schrieb Siemens-Projektleiter Hartmut Seidel Ende Dezember auf der Business Plattform LinkedIn. „Alle für Typprüfungen vorgesehenen Züge werden pünktlich noch im Januar 2021 im Prüfcenter erwartet, sodass das Prüfprogramm gemäß Terminplan starten kann“, teilte Seidel weiter mit.

Der Zughersteller Siemens Mobility wurde Anfang 2019 mit der Lieferung von 56 Regional­triebzügen beauftragt. Die Bestellung umfasst 44 dreiteilige elektrische Triebzüge vom Typ Mireo sowie 12 fünfteilige elektrische Doppelstocktriebzüge vom Typ Desiro HC, die ab Dezember 2022 in den Fahrgastbetrieb starten sollen. Der Auftragswert liegt laut früheren Angaben des Herstellers bei rund 400 Millionen Euro.


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Zusätzlich zu den Siemens-Zügen wird Go-Ahead Bayern 22 Fahrzeuge des Zugherstellers Stadler einsetzen, die bereits ab Dezember 2021 auf der Strecke München–Memmingen–Lindau unterwegs sein werden. Die Wartung und Hauptuntersuchung der neuen Züge übernimmt das Eisenbahnserviceunternehmen TMH International (TMHI). Dafür entsteht bis Sommer 2022 ein Instandhaltungswerk in Langweid bei Augsburg.