Studie über Corona-Risiken im ÖPNV soll im März erste Ergebnisse liefern

(EVN Redaktionsdienst / hib) – Foto: DB AG / Oliver Lang |

Spätestens Anfang März soll ein erster Zwischenbericht des Deutschen Zentrums für Schienenverkehrsforschung zu einer vom Bundesverkehrsministerium beauftragten Studie zu Ausbreitungswegen von Corona-Viren im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) vorliegen.

Das sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium (BMVI), Enak Ferlemann (CDU) am Mittwoch im Verkehrsausschuss des Bundestages. Zudem verwies er darauf, dass die Studie noch vor Ostern, „vom BMVI analysiert“, bereitstehen werde. Damit solle „wissenschaftlich untermauert“ das Vertrauen in den Nahverkehr, der dringend benötigt werde, gestärkt werden.

Bei der Deutschen Bahn AG, so sagte der Verkehrsstaatssekretär auf Nachfragen der Abgeordneten, seien bislang keine coronabedingten Ausfälle im System zu verzeichnen. Die Personalausfälle hätten weder zur Schließung von Stellwerken noch zum Ausfall von Zügen geführt. Ob das angesichts der sich schnell verbreitenden Corona-Mutationen so bleibt, müsse abgewartet werden. Die Szenarien der DB AG seien aber auch auf die Bewältigung dieses Problems ausgerichtet, sagte Ferlemann. Die extra eingerichtete Task-Force habe ein Maßnahmenbündel, um darauf reagieren zu können.


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Mit Blick auf Maskenverweigerer in den Zügen der DB AG sprach der Regierungsvertreter von einem deutlichen Rückgang, was aber auch damit zusammenhänge, „dass derzeit viel weniger Passagiere fahren“. Die verbleibenden Maskenverweigerer würden aus den Zügen verwiesen, sagte er.

Den Einsatz von FFP2-Masken hält Ferlemann für ratsam, weil damit ein vielfach besserer Schutz gewährleistet werde. Verpflichtend sei die Nutzung in den Zügen derzeit nicht. Ob es dazu komme, würde auch die Studie zeigen. Im Moment stelle sich die Frage nicht, weil die Züge im Fernverkehr nur sehr gering ausgelastet seien und Abstände problemlos eingehalten werden könnten, sagte der Staatssekretär. Anders werde es aussehen, wenn es nach dem Lockdown wieder zu einem Hochlauf im Fernverkehr und dem ÖPNV komme. Dann müsse, auch auf Basis der erwähnten Studie, eine Aussage darüber gemacht werden, ob es bei einer Empfehlung für die FFP2-Maske bleiben oder man zu einer verpflichtenden Nutzung kommen solle.