NRW-Grüne sprechen sich für schärfere Corona-Maßnahmen aus

(EVN Redaktionsdienst) – Foto: EVN / Grüne |

Der Vorsitzende der Grünen in Nordrhein-Westfalen, Felix Banaszak, rät angesichts der weiter hohen Infektionszahlen zu einer schnellen Klärung, welche Verschärfungen der Corona­maßnahmen sinnvoll und verhältnismäßig seien.

„Zum Beispiel könnte ich mir eine vorübergehende Reservierungspflicht im Fernverkehr der Bahn vorstellen, damit Fahrgäste ausreichenden Abstand halten können“, sagte er der in Essen erscheinenden Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (Samstagsausgabe). Wo immer es möglich sei, solle „Homeoffice als Regelfall“ angeordnet werden.

Bund und Länder müssten zudem schnell die Voraussetzungen für eine FFP2- Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln und in Geschäften schaffen, so Banaszak. Diese Masken müssten „verlässlich verfügbar“ und für Menschen mit geringen Einkommen kostenlos sein. „Wir sollten auch darüber nachdenken, die Zahl der Kunden in Geschäften weiter zu beschränken“, sagte der Grünen-Landeschef weiter.


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In Bayern wird das Tragen von FFP2-Masken ab kommenden Montag in Bussen und Bahnen sowie in Geschäften bereits zur Pflicht. Bundesweit gilt diese Vorgabe darüber hinaus bislang nicht.

Bundespräsident und DGB-Chef appellieren für mehr Homeoffice

Auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat in einem ungewöhnlichen Appell dazu aufgerufen, wegen der Corona-Pandemie so oft es geht auf Anwesenheit in Büros zu verzichten. „Ermöglichen Sie das Arbeiten von zu Hause aus“, sagte Steinmeier gerichtet an Unternehmensmanager. Unterstützt wurde der Appell auch von DGB-Chef Reiner Hoffmann und Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger, die am Freitag zusammen mit dem Bundes­präsidenten vor die Kamera traten. Vor den Beratungen von Bund und Ländern ist auch im Gespräch, bestimmte Unternehmen dazu zu verpflichten, die Mitarbeiter von zu Hause arbeiten zu lassen. Eine solche Verpflichtung ist jedoch umstritten.