Verkehrsmittel wegnehmen hilft nicht – EVG-Chef Hommel warnt vor untauglichen Maßnahmen

(EVN Redaktionsdienst) – Foto: Pixabay / EVG |

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) hat nach den Meldungen über eine mögliche Einstellung des Schienenverkehrs in Deutschland vor einer Umsetzung dieses Schrittes gewarnt.

Das wäre „eine völlig untaugliche Maßnahme“, sagte der EVG-Vorsitzende Klaus-Dieter Hommel am Freitag, nachdem zuvor berichtet wurde, dass Bund und Länder im Kampf gegen die Ausbreitung des Corona-Virus neben weiteren Kontaktbeschränkungen möglicherweise auch die Einstellung des Nah- und Fernverkehrs in Erwägung ziehen würden.

Auch wenn dieses Szenario mittlerweile von Seiten der CDU dementiert wurde, betonte Hommel, dass man das Virus nicht bekämpfen könne, „indem man den Menschen die Verkehrsmittel wegnimmt.“


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Wenn Busse und Bahnen nicht zur Verfügung stünden, „fahren die Leute mit dem Auto in die Wintersport-Orte.“ Gegebenenfalls müsse die Politik den Mut auch zu einem harten Lockdown haben – Angehörige systemrelevanter Berufsgruppen müssten aber dennoch die Möglichkeit haben, an ihren Arbeitsplatz zu kommen.

Auch müsse die Politik die möglichen wirtschaftlichen Schäden für die Verkehrsunternehmen im Blick haben. Die Beschäftigten dürften nicht die Zeche zahlen, so Hommel.