Bundesverkehrs­ministerium fördert Sicherungstechnik für Züge im Digitalen Knoten Stuttgart

(EVN Redaktionsdienst) – Foto: plan b |

Das Bundesverkehrsministerium (BMVI) fördert im Rahmen des digitalen Ausbaus im Raum Stuttgart die Ausrüstung von Fahrzeugen mit neuer Zugsicherungstechnik.

Nach Angaben des Ministeriums hat das bis Ende 2025 laufende Förderprogramm, das bereits durch die EU-Kommission beihilferechtlich genehmigt wurde, ein Volumen von bis zu 200 Millionen Euro. „Neben massiven Investitionen in die Schienen­infrastruktur im Digitalen Knoten Stuttgart fördern wir jetzt erstmals auch die digitale Sicherungstechnik in den Zügen“, sagte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU).

Gefördert wird die Ausrüstung von Schienenfahrzeugen, die im Digitalen Knoten Stuttgart fahren, teilt das Verkehrsministerium mit. Dies umfasst sowohl den S-Bahn-, Regional- und Fernverkehr. Voraussetzung ist allerdings, dass der Stuttgarter Hauptbahnhof im Förder­zeitraum durchschnittlich rund einmal pro Woche angefahren werden muss. Die Förderung beinhaltet unter anderem den Einbau von Komponenten für das Zugsicherungssystem ETCS. Ministeriumsangaben zufolge werden im Rahmen der Pilotprojekte bis zu 90 Prozent der Kosten gefördert; die Serien-Ausrüstung wird mit bis zu 50 Prozent der förderfähigen Kosten unterstützt.



Im Rahmen eines dazugehörigen Modellvorhabens sollen verschiedene Fragestellungen zur Effektivität und Kapazitätssteigerung im Netz geklärt werden. Das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) ist an dem Programm beteiligt. Antragsberechtigt sind Verkehrsunternehmen.

Das BMVI und die Deutsche Bahn hatten bereits im August 2020 vereinbart, die Infrastruktur in der Metropolregion Stuttgart mit neuer digitaler Leit- und Sicherungstechnik und digitalen Stellwerken (DSTW) auszurüsten. Für das Vorhaben wurden bis 2025 Investitionen in Höhe von 462,5 Millionen Euro veranschlagt.