Bis zu 70 Prozent weniger Fahrgäste – Bayerische Regiobahn hofft auf zweiten Rettungsschirm

(EVN Redaktionsdienst) – Foto: EVN |

Die Bayerische Regiobahn (BRB) hofft, dass die finanziellen Verluste infolge der Corona-Krise auch 2021 durch einen staatlichen Rettungsschirm ausgeglichen werden.

Gegenüber dem Münchner Merkur sagte BRB-Marketingleiterin Sabine Floßmann, dass man seit März 2020 „spürbare Rückgänge bei den Fahrgastzahlen“ verzeichne. Durchschnittlich seien es seither rund 70 Prozent weniger Passagiere. Eine Ausnahme bot nur der Sommer, hier habe der Rückgang bei 40 bis 50 Prozent gelegen. Wie hoch die Einbußen durch die weggebrochenen Fahrgasterlöse sind, dürfe sie aus Wettbewerbsgründen aber nicht sagen, fügte Floßmann hinzu. Durch die staatlichen Hilfen sei das Unternehmen „frohen Mutes“, die Verluste des vergangenen Jahres auszugleichen.


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Das bayerische Verkehrsministerium teilte dem Bericht zufolge mit, dass die Bayerische Staatsregierung wie schon 2020 „auch 2021 den Eisenbahnverkehrsunternehmen, die im Freistaat den Schienennahverkehr betreiben, eine verlässliche wirtschaftliche Perspektive bieten“ wolle. Aktuell werde an einer möglichen Fortsetzung des Rettungsschirms – auch wieder auf finanzieller Beteiligung des Bundes – für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gearbeitet, heißt es. 

Bislang können in Bayern bis zu 90 Prozent der pandemiebedingten Einnahmeverluste beim ÖPNV ausgeglichen werden, sagte BRB-Pressesprecherin Annette Luckner dem Bericht zufolge. Allerdings hoffe die BRB darauf, dass 100 Prozent ersetzt werden – wie es auch in anderen Bundesländern der Fall sei.