Lineas sichert sich weitere Finanzmittel zur Fortführung seiner europaweiten Wachstumsstrategie

(EVN Redaktionsdienst) – Foto: Lineas |

Das in Belgien ansässige Güterbahnunternehmen Lineas hat sich weitere Finanzmittel in Höhe von 60 Millionen Euro gesichert. 

Durch das zusätzliche Kapital sollen Rücklagen in der Corona-Krise geschaffen und die Fortführung der europaweiten Wachstumsstrategie ermöglicht werden, teilte das Unternehmen mit. Im vergangenen Jahr waren die Umsätze von Lineas gegenüber 2019 infolge der Pandemie um fast 10 Prozent zurückgegangen. Laut einem Sprecher des Unternehmens sanken die Transportvolumina in der Spitze um bis zu 40 Prozent.

Die Hälfte der Finanzmittel kommt vom Bankenkonsortium Belfius und BNP Paribas Group mit Unterstützung von Gigarant. Weitere 30 Millionen Euro stellen der bisherige Mehrheits­aktionär Argos Wityu sowie die neuen Anteilseigner, die Investmentgesellschaft SFPI-FPIM, bereit. 

Als Teil der Vereinbarung verkauft die belgische Staatsbahn SNCB ihre verbleibenden 10 Prozent der Anteile an Lineas an SFPI-FPIM. Bereits im Jahr 2019 hatte SNCB einen Anteil von 21 Prozent an Argos Wityu verkauft. Die Veräußerung ist Teil der Strategie der belgischen Staatsbahn, sich auf ihr Kerngeschäft Personenverkehr zu konzentrieren. 



Unternehmensangaben zufolge konnte Lineas sein europäisches Green Xpress Network – eine schienenbasierte Transportlösung, die es Unternehmen ermöglicht, ihren Gütertransport auf die Schiene zu verlagern – in den vergangenen Jahren stetig ausbauen. Trotz der Pandemie seien 2020 neue Bahnlinien in Betrieb genommen worden, die die Häfen in Belgien (Antwerpen, Zeebrugge, Gent) und den Niederlanden (Rotterdam) mit Polen, Frankreich, Deutschland und Österreich verbinden. Derzeit erstreckt sich das Green Xpress Network auf mehr als 20 Ziele in ganz Europa. Um ein echtes Schienenrückgrat für den europäischen Güterverkehr zu schaffen, will Lineas sein bestehendes Netz mit zusätzlichen Verbindungen verdichten.