Verkehrsunternehmen: Verschärfte Maskenpflicht „nicht notwendig“

(EVN Redaktionsdienst) – Foto: DB AG / Oliver Lang |

Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) hält die verschärfte Maskenpflicht in Bussen und Bahnen für „nicht notwendig“.

Nach Ansicht des Branchenverbands hätten bereits zahlreiche nationale und internationale wissenschaftliche Untersuchungen gezeigt, dass es „keine erhöhte Infektionsgefahr“ in den öffentlichen Verkehrsmitteln gebe. Gleichwohl würden die Unternehmen „diesen Beschluss aber selbstverständlich unterstützen und stehen den zuständigen örtlichen Behörden bei der Durchsetzung begleitend zur Verfügung“, erklärte VDV-Präsident Ingo Wortmann.

Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Regierungschefs der Länder hatten sich am Dienstagabend darauf verständigt, dass Mund-Nasen-Bedeckungen aus Stoff künftig in Bussen und Bahnen nicht mehr zulässig sind. Vorgeschrieben werden stattdessen „medizinische Masken“ wie OP-Masken und FFP2-Masken.



Wie der VDV-Präsident weiter erklärte, setzten die Verkehrsunternehmen bereits seit Beginn der Pandemie auf eine erhöhte Reinigung der Fahrzeuge und auf Lüftungskonzepte, die in kurzen Intervallen einen regelmäßigen Luftaustausch gewährleisteten. Zusätzliche Kapazitäten über mehr Fahrzeuge und Personal seien aber gerade in den Hauptverkehrs­zeiten „nur noch sehr eingeschränkt“ verfügbar, sagte er in Hinblick auf den Beschluss von Bund und Ländern, wenn möglich zusätzliche Verkehrsmittel einzusetzen.

Auch wenn man alle Maßnahmen unterstütze, betonte Wortmann, dass der ÖPNV-Betrieb nicht zu stark eingegrenzt werden dürfe. „Es braucht klare und umsetzbare Regelungen, so dass auch während der Pandemie und des Lockdowns sichergestellt ist, dass jeder der den ÖPNV nutzen muss, ihn auch nutzen kann.“ Im aktuellen Lockdown würden ohnehin nur noch 30 bis 40 Prozent der sonst üblichen Fahrgäste mit dem ÖPNV unterwegs sein.