BEG schreibt Regionalverkehr auf nicht-elektrifizierten Strecken in Oberfranken aus

(EVN Redaktionsdienst) – Foto: Wolfgang Eckert |

Die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) hat das Wettbewerbsverfahren für den künftigen Regionalverkehr auf nicht-elektrifizierten Strecken in Oberfranken eröffnet. Die Ausschreibung enthält auch zwei nach Unterfranken bzw. in die Oberpfalz führende Verbindungen.

Wie die BEG, die den Nahverkehr in Bayern im Auftrag des Freistaats organisiert, weiter mitteilt, hat der Verkehrsvertrag, beginnend ab Dezember 2023, eine Laufzeit von zwölf Jahren. Außerdem umfasst er Verkehrsleistungen von rund 5,4 Millionen Zugkilometer pro Jahr, was einer Steigerung um rund acht Prozent gegenüber heute entspricht. Interessierte Verkehrsunternehmen können ihre Angebote bis zum Monat Juli abgeben. Über die Vergabe der Regionalverkehre in Oberfranken wird voraussichtlich im Oktober entschieden werden.

Bislang werden die ausgeschriebenen Strecken überwiegend vom Bahnunternehmen Agilis bedient. Nach Angaben der BEG integriert das Netz in Zukunft auch den bayerischen Teil der bisher von der Länderbahn betriebenen grenzüberschreitenden Verbindung Hof – Selb-Plößberg – Aš/Asch – Cheb/Eger sowie die Regionalbahnen Hof – Gutenfürst, die aktuell die Erfurter Bahn fährt.

Für den späteren Einsatz sind barrierefreie, klimatisierte Gebrauchtfahrzeuge zugelassen. Die Auswahl des Fahrzeugherstellers und -modells sowie der Ausstattungsdetails obliegt dem jeweiligen Verkehrsunternehmen, heißt es. Auch wenn Fahrzeuge mit alternativen Antriebs­konzepten „wünschenswert“ wären, geht die BEG davon aus, dass diese erst mit der Folge­ausschreibung in den dreißiger Jahren in Betracht kommen werden.