Verkehrsministerium fördert Software­entwicklung zur kamerabasierten Fahrgast­zählung im ÖPNV

(EVN Redaktionsdienst) – Foto: Pixelio / Dieter Schütz |

Das Bundesverkehrsministerium (BMVI) fördert ein Projekt der Isarsoft GmbH zur Verbesserung der Betriebsabläufe und Planungssicherheit im ÖPNV.

Unter dem Projektnamen Artificial Intelligence Passenger Counting, kurz AIPaC, soll eine Fahrgastzählungs- und Prognosesoftware entwickelt werden, mit der die Auslastung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in Fahrzeugen und an Bahnsteigen automatisiert gemessen und prognostiziert werden kann. Dabei werden Videobilder der vorhandenen Sicherheitskameras in Echtzeit auf lokalen Servern ausgewertet. Laut Herstellerangaben passiert dies nach datenschutzrechtlichen Bestimmungen. Das BMVI fördert die Entwicklung bis Ende 2021 mit rund 33.300 Euro.

Von den erhobenen Daten sollen Betreiber und Fahrgäste gleichermaßen durch passgenaue Fahrpläne und verbesserte Bedingungen an Bahnhöfen und in Fahrzeugen profitieren, heißt es. Die gewonnenen Daten sollen dazu dienen, das ÖPNV-Angebot langfristig an der Nachfrage auszurichten und kurzfristige Auslastungsspitzen sowie Menschenansammlungen frühzeitig zu erkennen, um ggf. zusätzliches Sicherheitspersonal bereitzustellen. Im Hinblick auf die aktuelle Corona-Pandemie könnten die Daten laut Isarsoft auch dazu beitragen den ÖPNV sicherer zu gestalten und Fahrgäste zurück zu gewinnen.