Bund fördert Testfeld für das Bahnfahren der Zukunft

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Das Bundesverkehrsministerium stellt Fördermittel in Höhe von 17,75 Millionen Euro bereit, um das Bahnfahren der Zukunft zu erforschen. Neben der Deutschen Bahn ist auch die Technische Universität Chemnitz an dem Projekt im Erzgebirge beteiligt.

Mit dem Geld sollen entlang der Strecke von Annaberg-Buchholz nach Schwarzenberg ein 5G-Netz aufgebaut, Gebäude aufgerüstet und Triebfahrzeuge zu Testzügen umgebaut werden, teilte das Ministerium am Donnerstag mit. Ziel sei es, Technologien zur Digitalisierung und Automatisierung des Schienenverkehrs unter realen Bedingungen im Testfeld zu entwickeln und zu erproben.

Die kurvenreiche, teils bewaldete und bergige Strecke decke alle Eventualitäten ab, die in Deutschland an den meisten Bahnstrecken vorkämen, sagte Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU). „Das macht sie zur perfekten Teststrecke, um modernste Bahn- und Mobilfunktechnologie zu erproben.“ Dabei soll es etwa um digitale Leit- und Sicherungs­technik gehen, aber auch um besseren Empfang im Zug, neue Antriebstechniken und Künstliche Intelligenz.



Die Deutsche Bahn erhofft sich auch pünktlichere und zuverlässigere Züge und damit eine höhere Attraktivität für das Verkehrsmittel. „Was wir im Erzgebirge testen, wird die Blaupause für ganz Deutschland“, betonte DB-Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla.

In Annaberg-Buchholz wurde 2018 bereits das erste digitale Stellwerk (DSTW) in Betrieb genommen. Außerdem wurden auf der dortigen Strecke im Erzgebirge schon 2019 erste Versuchsfahrten mit einem ferngesteuerten, führerlosen Testzug durchgeführt.