Anwohner protestieren in Nürnberg gegen geplantes ICE-Werk

(EVN Redaktionsdienst) – Foto: Matthias Fleischmann |

In Nürnberg haben am Mittwochabend 50 Anwohner mit einer Lichterkette gegen den geplanten Bau eines ICE-Werks im südöstlichen Stadtteil Altenfurt protestiert. 

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Sie wollen verhindern, dass für das neue Instand­haltungswerk rund 45 Hektar Wald abgeholzt werden. Nach Ansicht von Markus Fleischmann vom örtlichen Bürgerverein sei der Standort in Nürnberg-Altenfurt „absolut nicht geeignet“, wie er dem Bayerischen Rundfunk gegenüber sagte, auch wenn er die Notwendigkeit des Werks für die Verkehrswende nachvollziehen könne. Zwar hätte die Deutsche Bahn alternative Flächen für das Werk ins Spiel gebracht, diese aber nicht ausreichend geprüft. Fleischmann befürchtet, dass sich die Verantwortlichen hinter den Kulissen bereits auf Nürnberg-Altenfurt festgelegt haben könnten.

In der neuen ICE-Werkstatt sollen künftig 25 Hochgeschwindigkeitszüge täglich rund um die Uhr gewartet und gereinigt werden. Insgesamt will die Deutsche Bahn 400 Millionen Euro in den Bau der neuen Werkshalle, die ab 2028 betriebsbereit sein soll, investieren. Am neuen Standort sollen rund 450 neue Arbeitsplätze entstehen. 


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Anfang Oktober hatte die Deutsche Bahn angekündigt, dass man sich in den folgenden Monaten in engem Austausch mit den Genehmigungsbehörden auf einen geeigneten Ort in Nürnberg festlegen werde. Dabei würden vorab nicht nur die Verwaltung, sondern auch Bürgerinnen und Bürger sowie Umweltverbände in die Abwägung und die Detailplanung mit einbezogen, teilte das Unternehmen damals mit.