Österreich führt FFP2-Maskenpflicht in Zügen ein – WHO hält Stoffmasken weiterhin für wirksam

(EVN Redaktionsdienst) – Foto: ÖBB |

Nach Bayern führt auch Österreich mit Beginn der kommenden Woche eine Pflicht zum Tragen von FFP2-Masken in öffentlichen Verkehrsmitteln ein.

Gemäß einer neuen Verordnung des Gesundheitsministeriums gilt ab Montag in Österreich für alle Fahrgäste in den Zügen, Bussen und Bahnhöfen das verpflichtende Tragen von FFP2-Masken. „Die Fahrt ohne FFP2-Maske oder mit einem Mund-Nasen-Schutz geringerer Schutzklasse ist ab diesem Zeitpunkt nicht mehr erlaubt und wird auch entsprechend gestraft“, heißt es von Seiten der ÖBB.

Mit der Einführung der neuen Regelung würden auch wieder verstärkt Schwerpunkt­kontrollen durchgeführt. Personen, die in den Zügen der ÖBB künftig keinen korrekten Mund-Nasen-Schutz der Schutzklasse FFP2 tragen, müssten mit einer Strafe von 40 Euro rechnen, sagte ein ÖBB-Sprecher. Bei beharrlicher Verweigerung drohe sogar ein Fahrtausschluss.

Auch das Zugpersonal der ÖBB werde FFP2-Masken tragen, erklärte das Unternehmen. Hierzu seien in den vergangenen zwei Wochen bereits mehrere tausend FFP2-Masken an Zugbegleiterinnen und Zugbegleiter ausgegeben worden.

WHO hält Stoffmasken weiterhin für wirksam

Von Seiten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist unterdessen zu hören, dass die Verantwortlichen die nun einigenorts verbotenen Alltagsmasken aus Stoff, trotz der sich ausbreitenden Corona-Mutationen, weiterhin für ausreichend erachten.

„Wir haben keinen Hinweis darauf, dass sich die Art der Übertragung verändert hat“, sagte die für die Corona-Pandemie zuständige WHO-Expertin Maria Van Kerkhove in Genf. Deshalb werde die WHO ihre Empfehlungen derzeit nicht ändern. Nicht-medizinische Stoffmasken könnten weiterhin „von der allgemeinen Bevölkerung unter 60 Jahren ohne gesundheitliche Vorbelastung verwendet werden“, erklärte sie. 



Auch wenn die WHO Stoffmasken damit nach wie vor für unbedenklich hält, bleiben sie wegen ihrer geringeren Schutzwirkung dennoch vielerorts in Bussen und Bahnen verboten.

In Bayern gilt bereits seit dem 18. Januar eine FFP2-Maskenpflicht im ÖPNV. Auch Bund und Länder hatten sich am vergangenen Dienstag auf die Pflicht zum Tragen von „medizinischen Masken“ (OP-Masken oder FFP2-Masken) verständigt.