Über 5.000 Gewaltdelikte an Bahnhöfen und in Zügen

(EVN Redaktionsdienst) – Foto: Bundespolizei |

Von Juli bis November vergangenen Jahres sind 5.113 Tatverdächtige in Bezug auf Gewaltdelikte in Bahnhöfen und Zügen erfasst worden.

Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der AfD-Fraktion im Bundestag hervor. Ferner wurden im genannten Zeitraum 313 Tatverdächtige in Bezug auf Verstöße gegen das Waffengesetz in Bahnhöfen und Zügen erfasst. Die Zahl der Eigentums­delikte lag bei 5.583; außerdem wurden 5.846 Delikte mit Betäubungsmitteln erfasst.

Die meisten Gewaltdelikte spielten sich laut der Vorlage in den Hauptbahnhöfen von Hamburg (255), Frankfurt am Main (203) und Nürnberg (164) ab. Bei den Eigentumsdelikten führt der Hauptbahnhof in Frankfurt am Main mit 610 Taten die Statistik an, gefolgt von Hamburg Hbf (503) und Köln Hbf (443).


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Bei allen in Rede stehenden Verkehrsstationen handelt es sich um Großbahnhöfe in urbanen Ballungszentren mit Anbindung auch an Schienennetze benachbarter Länder, schreibt die Regierung. Das Umfeld der benannten Bahnhöfe – in denen sich „eine Sog­wirkung auf Kriminelle“ entfalte – weise zudem „eine vergleichbare Sozialstruktur auf“, heißt es. Nicht zuletzt lägen Zentrale Omnibusbahnhöfe, Sozialstationen und Drogenkonsumräume in unmittelbarer Nähe zu den Bahnhöfen.