Zug überfährt menschenähnliche Puppe – Lokführer nach Unfall unter Schock

(EVN Redaktionsdienst) – Foto: Bundespolizei |

Ein Lokführer der Kurhessenbahn hat am Donnerstagabend (21. Januar) einen Schock erlitten, nach dem er bei Volkmarsen im nordhessischen Landkreis Waldeck-Frankenberg ein Hindernis überfahren hatte. 

Im ersten Moment deutete vieles auf einen möglichen Personenunfall hin. Alarmierte Beamte der Bundespolizei stellten kurz darauf fest, dass es sich bei der vermeintlichen Person aber um eine selbst gebaute, bekleidete Puppe handelte. Ersten polizeilichen Ermittlungen zufolge war die Puppe von bislang Unbekannten an einem Bahnübergang mit dem Rücken zur Fahrtrichtung auf den Gleisen deponiert worden.

Der unter Schock stehende Lokführer musste seinen Dienst beenden und abgelöst werden. Auch die Fahrgäste des Zuges wurden durch die eingeleitete Schnellbremsung überrascht, blieben aber unverletzt. Aufgrund der rund einstündigen Streckensperrung erhielten zwei Züge erhebliche Verspätungen.



Foto: Bundespolizei

Wie ein Bundespolizeisprecher sagte, seien solche Taten, bei denen die Gesundheit anderer Menschen gefährdet werden kann, „keine Dummejungenstreiche, sondern gravierende Straftaten!“ Die Bundespolizeiinspektion Kassel hat in dieser Angelegenheit Ermittlungen aufgenommen und ein Strafverfahren eingeleitet. Zeugenhinweise werden unter der Telefonnummer 0561/81616-0 entgegengenommen.

Ein vergleichbarer Fall ereignete sich laut der Bundespolizei auch schon am Abend des 20. Januar, im Bereich Marsberg. Auch hier hatte ein Zug eine Puppe überfahren. Diesen Fall bearbeitet die Bundespolizei in Dortmund.