Gegen Antisemitismus und Rassismus – Bahnchef Lutz: „Für eine Zukunft ohne Hass und Extremismus“

(EVN Redaktionsdienst) – Foto: DB AG / Volker Emersleben |

Die Deutsche Bahn AG und vier weitere deutsche Konzerne haben sich am Dienstag gemeinsam gegen Antisemitismus und Rassismus positioniert.

Einen Tag vor dem internationalen Holocaust-Gedenktag haben Borussia Dortmund, Daimler, Deutsche Bahn, Deutsche Bank und Volkswagen ein Zeichen gegen Antisemitismus und Rassismus gesetzt. Alle fünf Unternehmen seien sich ihrer historischen Verantwortung bewusst. Im Rahmen einer digitalen Gedenkfeier mit dem deutschen Freundeskreis Yad Vashem betonten die Konzerne, sich für Freiheit, Demokratie, Vielfalt und ein friedliches Miteinander einzusetzen.

Alle Beteiligten eint die Hoffnung, dass während der deutschen Präsidentschaft der IHRA (International Holocaust Remembrance Alliance) bis Ende März 2021 auch andere Firmen und Organisationen diesem Schritt folgen werden.

Foto: DB AG / Volker Emersleben

„Als Deutsche Bahn bringen wir Menschen zusammen, überwinden Distanzen und leisten einen Beitrag zum Zusammenwachsen von Europa. Deshalb – und weil wir um unsere historische Verantwortung wissen – engagieren wir uns entschlossen für eine Gesellschaft und eine Zukunft ohne Hass und Extremismus“, sagte Richard Lutz, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn AG. „Mit dieser gemeinsamen Erklärung bekunden wir Solidarität mit denjenigen, die von Anfeindungen betroffen sind, und bekennen uns klar zu einem weltoffenen, toleranten und vielfältigen Deutschland ohne Antisemitismus und Rassismus.“

Wie die Unternehmen erklären, müsse man sich als Verfechter einer offenen Gesellschaft klar äußern. „Denn eine demokratische Grundordnung und die ihr immanenten Werte gehören zu den fundamentalen Prinzipien unserer Gesellschaft, in der die Menschen in Frieden und Freiheit leben. Zum Wertekanon einer aufgeklärten Gesellschaft zählen Toleranz und Respekt der Menschenwürde“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung.