Neuer Bahntechnik-Riese: Alstom schließt Übernahme von Bombardier-Zugsparte ab

(EVN Redaktionsdienst) – Foto: Alstom |

Mit dem Abschluss der Übernahme der Zugsparte von Bombardier hat der Bahntechnik-Konzern Alstom die besondere Bedeutung der Standorte in Deutschland betont. 

Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur hob Alstom-Konzernchef Henri Poupart-Lafarge am Freitag die besondere Bedeutung, die Deutschland für den neuformierten französischen Bahntechnikhersteller habe, hervor. Zudem erklärte der Alstom-CEO, dass es künftig eine eigenständige Regionalorganisation für Deutschland, die Schweiz und Österreich geben werde. Auf die Frage zu einem Umbau in Deutschland und der Zukunft der Werke sagte Poupart-Lafarge laut dem Bericht, dass es alle Kräfte der beiden nun vereinten Unternehmen bräuchte, um die Aufträge abzuarbeiten. „Der Erfolg der Integration ist vorrangig.“

Der neue Bahntechnik-Riese mit 15 Milliarden Euro Umsatz, 75.000 Mitarbeitern in 70 Ländern und einem Auftragsbestand von über 71 Milliarden Euro, will in Zukunft nur noch unter der Marke Alstom auftreten. Der kanadische Konzern Bombardier – bisherige Muttergesellschaft von Bombardier Transportation – wird sich künftig auf den Flugzeugbau konzentrieren.


Wie Alstom am Freitag mitteilte, treten die bisherigen Mitarbeiter der Bombardier-Zugsparte mit dem heutigen Tag der Alstom-Gruppe bei. Der Kaufpreis für die Übernahme liegt bei rund 5,5 Milliarden Euro. Durch die Fusion wird Alstom jetzt zum zweitgrößten Zughersteller hinter dem chinesischen Weltmarktführer CRRC.