Auch SBB Cargo und Personalverbände verständigen sich auf Sparmaßnahmen

(EVN Redaktionsdienst) – Foto: Pixabay |

Nach einer Einigung auf personalrelevante Sparmaßnahmen zwischen der SBB und den Personalverbänden vor wenigen Tagen wurde nun auch für die Güterbahntochter des Unternehmens, SBB Cargo, eine Lösung gefunden.

Laut einer Mitteilung beider Seiten wird der Gesamt­arbeits­vertrag (GAV) zum 1. Mai 2021 um 20 Monate bis Ende 2023 verlängert. SBB Cargo und die Sozialpartner haben sich nach einer Verhandlungszeit von vier Monaten auf verschiedene Maßnahmen verständigt. 

Die für SBB Cargo getroffenen Vereinbarungen sehen statt 0,9 Prozent für alle Mitarbeitenden nur 0,3 Prozent für individuelle Lohnerhöhungen für Mitarbeitende in den tiefen GAV-Niveaus vor. Zudem werden für das letzte Jahr keine einmaligen Leistungsanteile für sehr gute Ergebnisse in der Personalbeurteilung ausbezahlt. Im Gegenzug verzichtet die SBB Cargo in diesem Jahr auf die Streichung von Ferientagen und bezahlt Mitarbeitenden mit einem GAV eine außerordentliche Einmal­prämie von 200 Franken aus. Für Mitarbeitende mit einem Beschäftigungs­grad von weniger als 50 Prozent sind 100 Franken vorgesehen. Die Auszahlung der Einmalprämie soll im Mai erfolgen.


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„Durch die Laufzeitverlängerung des GAV um ein Jahr und acht Monate erhalten die Mitarbeitenden in dieser schwierigen wirtschaftlichen Lage die für sie nötige Perspektive“, sagte SEV-Vizepräsidentin Barbara Spalinger. Mit diesen Maßnahmen würden auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter „einen wichtigen Beitrag in der aktuellen Situation“ leisten, erklärte SBB-Cargo-Chefin Désirée Baer. Sie sei zudem überzeugt, dass die Mitarbeitenden „für die schwierige Lage von SBB Cargo in dieser Pandemie Verständnis“ hätten. Laut dem Unternehmen belief sich der pandemiebedingte Schaden bis Anfang Dezember letzten Jahres auf minus 35 Millionen Schweizer Franken.

Die Verhandlungsdelegation der Personalverbände bestand aus Vertretern der Gewerkschaft des Verkehrspersonals (SEV), des Verbands Schweizer Lokomotivführer und Anwärter (VSLF),  des Personalverbands Transfair und des Kaderverbands des öffentlichen Verkehrs (KVöV).

Schon einige Tage zuvor wurde bereits eine Verlängerung des GAV zwischen der SBB und den Personalverbänden beschlossen. Im Ergebnis wurden die gleichen Maßnahmen vereinbart.