Knorr-Bremse und Talgo schließen Ausstattungsvertrag für neue ECx-Züge der Deutschen Bahn

(EVN Redaktionsdienst) – Foto: DB AG / Tricon AG |

Der Technologiekonzern Knorr-Bremse und der spanische Zugbauer Talgo haben einen Ausstattungsvertrag über die Lieferung von verschiedenen Systemen für den Bau der neuen DB-Zugflotte vom Typ ECx abgeschlossen.

Der Auftrag, der im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich liegt, umfasst die Lieferung von Brems-, Klima- und Einstiegssystemen sowie Scheibenwischanlagen für 23 neue ECx-Hochgeschwindigkeitszüge des Herstellers Talgo. Der Vertrag beinhaltet zudem eine Option zur Ausrüstung von bis zu 77 weiteren Zügen. Das Gesamtvolumen des Auftrags liegt damit bei bis zu 100 Zuggarnituren.

Bei den Bremsen werden laut Konzernangaben die EP Compact Bremssteuerung, VV-270T Kompressoren sowie Stahlbremsscheiben und Bremsbeläge verwendet. Zudem werden Magnetschienenbremsen an den Fahrzeugen verbaut. Als Klimasysteme kommen dachmontierte, leichte und kompakte HVAC-Einheiten von MERAK, der Knorr-Bremse-Tochter für integrierte Klimatisierungslösungen, zum Einsatz, die auch noch bei 40 °C eine energieeffiziente Kühlung bieten sollen. Für den stufenfreien Einstiegsbereich werden Türsysteme vom Typ E3D-e1 der Knorr-Bremse Tochter IFE installiert. Zudem stattet Knorr-Bremse die Züge mit elektro-pneumatisch gesteuerten Scheibenwischsystemen aus.


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Die 23 neuen ECx-Züge, die Talgo für die Deutsche Bahn baut, sollen ab Dezember 2023 auf der Strecke Berlin – Amsterdam und ab Sommer 2024 auch im innerdeutschen Fernverkehr unterwegs sein.

Die Deutsche Bahn und das Bundesverkehrsministerium hatten im März 2019 die Bestellung der neuen Fahrzeuge verkündet. Die neuen Hochgeschwindigkeitszüge sind 230 km/h schnell und bestehen aus je 17 Reisezugwagen mit insgesamt 570 Sitzplätzen, davon 485 in der zweiten Klasse und 85 in der ersten Klasse. Für die Traktion sorgt eine Mehrsystem-Lokomotive von Talgo, durch die ein Lokwechsel an der Grenze überflüssig wird.