EU-Gesundheitsbehörde: Mehrwert von FFP2-Masken nur gering

(EVN Redaktionsdienst) – Foto: Imago / Leonhard Simon |

Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC steht dem zusätzlichen Nutzen von FFP2-Masken im Alltag skeptisch gegenüber.

„Der erwartete Mehrwert der universellen Verwendung von FFP2-Atemschutzmasken in der Gemeinschaft ist sehr gering“, teilte die in Stockholm ansässige Behörde am Mittwoch mit.

Darüber hinaus rechtfertigten die möglichen Kosten und Schäden keine Empfehlung dafür, FFP2-Masken anstelle von anderen Masken in der Öffentlichkeit zu tragen. Das Auftreten von neuen Varianten des Coronavirus mache keine anderen Maskentypen als diejenigen notwendig, die derzeit im Rahmen von nicht-pharmazeutischen Maßnahmen im Kampf gegen Corona verwendet würden, ergänzte das ECDC.



Auch Epidemiologin Maria Van Kerkhove von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte kürzlich erklärt, dass sie die einigenorts verbotenen Alltagsmasken aus Stoff, trotz der sich ausbreitenden Corona-Mutationen, weiterhin für ausreichend erachte. Nicht-medizinische Stoffmasken könnten weiterhin „von der allgemeinen Bevölkerung unter 60 Jahren ohne gesundheitliche Vorbelastung verwendet werden“, erklärte die 43-Jährige vor einigen Tagen.

Auch wenn die WHO Stoffmasken damit nach wie vor für unbedenklich hält, bleiben sie wegen ihrer geringeren Schutzwirkung dennoch vielerorts in Bussen und Bahnen verboten.

In Bayern gilt bereits seit dem 18. Januar eine FFP2-Maskenpflicht im ÖPNV. Auch Bund und Länder hatten sich einen Tag später auf die Pflicht zum Tragen von „medizinischen Masken“ (OP-Masken oder FFP2-Masken) verständigt.