Knorr-Bremse und DB wollen Instand­haltung durch fahrzeug­basierte Big-Data-Nutzung verbessern

(EVN Redaktionsdienst) – Foto: DB AG / Kai Michael Neuhold |

Der Technologiekonzern Knorr-Bremse und die Deutsche Bahn haben eine Kooperation zur gemeinsamen Nutzung und Auswertung von fahrzeugbezogenen Daten für eine bessere Instandhaltung vereinbart.

Der Vertrag hat eine Laufzeit von zunächst drei Jahren. Ziel der Kooperation ist es, mit Hilfe der gewonnenen Daten die Verfügbarkeit der Fahrzeuge und Zugflotten zu erhöhen und die Kostenstrukturen der Instandhaltung zu optimieren.

Knorr-Bremse RailServices fokussiert sich hierbei auf die Weiterentwicklung von digitalen Diensten und Value-Added-Services. Dazu zählen etwa das Zustands­monitoring der Systeme in den Fahrzeugen und Verschleißvorhersagen sowie deren softwareseitige Unterstützung, z.B. bei Türsteuerungen, die in Doppelstockwagen verbaut sind. 



„Im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung des Schienensektors bieten datenbasierte Produkte und Services erhebliches Potenzial für die Schaffung von Kundennutzen und zur weiteren Betriebsoptimierung des Gesamtsystems Bahn“, sagte Nicolas Lange, Vorsitzender der Geschäftsführung der Knorr-Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge GmbH.

Durch die Zusammenarbeit der beiden Unternehmen sollen Schienenfahrzeuge in Zukunft genau dann in die Werkstatt gebracht werden, wenn der Zustand eines Systems oder einer Komponente dies tatsächlich erfordert. Der Schlüssel dazu sei die anvisierte zustands­orientierte Instandhaltung (Condition Based Maintenance). Neben einer Reduzierung der Stillstandszeiten in den Werkstätten soll so auch eine gezieltere und bedarfsorientiertere Planung der Wartungs­zyklen möglich sein.