Mobilität in zweiter Januarhälfte höher als zu Jahresbeginn

(dts Nachrichtenagentur) – Foto: Imago / Jan Huebner |

Die durchschnittliche Mobilität in Deutschland ist in der zweiten Januarhälfte höher gewesen als zu Jahresbeginn. Das zeigen am Donnerstag veröffentlichte Daten des Statistischen Bundesamtes, welches Mobilfunkdaten ausgewertet hatte.

Demnach lag die Mobilität im bundesweiten Durchschnitt in der dritten Kalenderwoche 12,2 Prozent und in der vierten Kalenderwoche 11,4 Prozent unter dem Vorkrisenniveau des Januars 2019. In den ersten beiden Januarwochen wurde noch ein Rückgang von 19,7 Prozent und 14,3 Prozent verzeichnet.

Die Ergebnisse zeigen, dass die bundesweite Mobilität derzeit noch immer unter dem Referenzwert im Januar 2019 liegt. Allerdings lässt sich im Laufe des Januars 2021 durchschnittlich eine Annäherung der Gesamtmobilität an das Vorkrisenniveau beobachten. Zudem ging die Mobilität im aktuellen zweiten „harten“ Lockdown schwächer zurück als im ersten Lockdown im Frühjahr 2020. In der Gegenüberstellung des aktuellen Mobilitätsgeschehens mit der Mobilität während des Lockdowns im Frühjahr 2020 sowie dem „Lockdown light“ ab Anfang November 2020 lassen sich einige Unterschiede erkennen.


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Derzeit sind die bundesweiten Beschränkungsmaßnahmen, die seit dem 16. Dezember 2020 gelten, trotz langsam sinkender Inzidenzzahlen aufgrund des Risikos neuer Ausbrüche weiterhin in Kraft. Während in der zweiten Dezemberhälfte zunächst zunehmend stärkere Rückgänge der Mobilität verzeichnet wurden, ließ dieser Trend seit Jahresbeginn langsam nach. Danach fielen die Veränderungsraten gegenüber 2019 wieder geringer aus.

Eine solche Kurve ließ sich den Statistikern zufolge auch während des ersten bundesweiten Lockdowns ab dem 16. März 2020 beobachten. Allerdings zeigen sich deutliche Unterschiede in der Intensität des Mobilitätsrückgangs. Während im ersten Lockdown 14 Tage nach Inkrafttreten der Beschränkungen mit -40 Prozent der stärkste Mobilitätsrückgang im Sieben-Tage-Durchschnitt gegenüber 2019 erreicht wurde, fiel der stärkste Rückgang im zweiten „harten“ Lockdown mit -29 Prozent weitaus geringer aus.


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Er wurde zudem erst nach 18 Tagen erreicht. Noch geringer war der Mobilitätsrückgang während des sogenannten „Lockdown light“, bei dem ab dem 2. November 2020 Maßnahmen wie die Schließung von Gastronomie, Sportstätten und Kultureinrichtung ergriffen wurden. Ein maximaler Rückgang von elf Prozent wurde 21 Tage nach Inkrafttreten dieser Beschränkungsmaßnahmen erreicht.