Hannover: Weniger Schwarzfahrer im Pandemie-Jahr 2020 festgestellt

(EVN Redaktionsdienst) – Foto: Florian Arp |

Die Üstra in Hannover hat im Corona-Jahr 2020 weniger Schwarzfahrer festgestellt als noch ein Jahr zuvor.

Bei ihren Fahrausweisprüfungen im vergangenen Jahr traf die Üstra 39.473 Personen ohne gültigen Fahrausweis an. In 2019 wurden noch 58.764 Schwarzfahrer gezählt. Das teilten die Hannoverschen Verkehrsbetriebe kürzlich mit.

Die Kontrolleure der Üstra überprüften im vergangenen Jahr rund 1,54 Millionen Fahrgäste, 2019 waren es 3,26 Millionen. Die Feststellungsquote – also das Verhältnis von überprüften Fahrgästen zu den festgestellten Personen ohne gültigen Fahrausweis – betrug 2020 2,56 Prozent, 2019 lag der Wert bei 1,80 Prozent.


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Allerdings seien die Zahlen nur sehr bedingt mit den Vorjahren vergleichbar, da die Fahrausweisprüfer wegen der Corona-Pandemie neben der Kontrolle von Fahrausweisen weitere Aufgaben übernehmen mussten, schreiben die Verkehrsbetriebe. So mussten sie beispielsweise zusätzlich an Haltestellen und in den Fahrzeugen Kontaktflächen wie Fahrkartenautomaten-Bildschirme oder Notrufsäulen desinfizieren. Seit der Einführung der Maskenpflicht im ÖPNV kontrollieren sie auch, ob diese eingehalten wird.

Durch ihre Fahrausweisprüfungen nahm die Üstra nach eigenen Angaben im letzten Jahr 1,13 Millionen Euro an sogenanntem erhöhtem Beförderungsentgelt ein. Gegen 5.022 Fahrgäste, die keinen gültigen Fahrausweis hatten, stellte die Üstra 2020 zusätzlich einen Strafantrag, ein Jahr zuvor lag die Zahl bei 7.495. Dieses geschehe bei Wiederholungstätern und im Falle von gefälschten oder manipulierten Fahrscheinen.